Serhat Sarikaya erster unter Gleichen

Nur strahlende Gesichter gab ers beim Jungen Engagement in der Kulturschmiede.
Nur strahlende Gesichter gab ers beim Jungen Engagement in der Kulturschmiede.
Foto: WP Ted Jones

Arnsberg/Sundern..  Nur Gewinner gab es Freitagabend in der ­KulturSchmiede: Die 16 für den Ehrenamtspreis „Junges Engagement“ unserer Zeitung nominierten Bewerber feierten mit ihren zahlreich anwesenden Freunden und Familienmitgliedern einen gelungenen Abend – sowie natürlich – und das ist aller Ehren wert – auch ein wenig sich selbst. Aber weil es sich um einen Wettbewerb handelt, muss es auch einen „Hauptge­winner“ geben – und der heißt Serhat Sarikaya. Nach seinem Spendenaufruf für Flüchtlinge in Syrien und im Irak kamen im Herbst 2014 in nur zwei Wochen 21 Tonnen Sachspenden zusammen. In einer zweiten Aktion sammelte der Sunderner dann Medikamente, Baby- und Kindernahrung sowie Hygieneartikel – und organisierte außerdem den Transport ­aller Hilfsgüter in die Krisenregion.

„Starker Wille – klares Ziel“

„Sein starker Wille und ein klares Ziel haben ihn und seine zahlreichen Unterstützer zum Erfolg geführt“, so Torsten Berninghaus, stellvertretender Chefredakteur der Westfalenpost, in seiner Laudatio auf den ersten Preisträger. Der 24-jährige Sarikaya wird sein Engagement für Opfer des IS-Terrors auf jeden Fall fortsetzen. Dabei dürften die 2000 Euro, die von den Sponsoren – dem Energieversorger RWE Vertrieb und der Brauerei Veltins – für den Platz ganz oben auf dem Ehrenamts-Podest ausgelobt worden sind, sicher sehr hilfreich sein.

Online-Voting und Jury-Stimmen brachten einem weiteren engagierten Menschen aus der Röhr­stadt den zweiten Platz ein: Hanna Radischewski (18) aus Seidfeld ist seit ihrem fünften Lebensjahr ein „Zirkuskind“ und schon vier Jahre lang Trainerin beim Arnsberger Kinder- und Jugendzirkus „Fanta­stello“. Das von ihr organisierte, Generationen verbindende Zirkusprojekt mit den Bewohnern eines Arnsberger Senioren­zentrums zauberte Jung und Alt über Wochen regelmäßig ein ­Lächeln ins Gesicht. 1500 Euro sind der Lohn für diese Aktion.

Ein „Heimspiel“ in der KulturSchmiede hatten gestern Abend die sieben jungen Arnsberger, die sich zum „KulturAlarm“ zusammengeschlossen haben. Schließlich haben Anna von Canstein, Inga Münstermann, Miriam Halisch, Heidi Thiel, David Volle, Jan Freesen und Raphael Röhrig dort bereits eine gelungene Open-Stage-Veranstaltung über die Bühne gebracht – die zweite nach dem Auftakt im Sauerlandtheater. Sein nachhaltiges Bemühen, der lokalen Musik- und (Klein-)Kunst-Szene Beine zu machen, bringt dem Septett Platz drei und 1000 Euro.