Senioren-Service leistet Nachbarschaftshilfe
10.02.2012 | 10:06 Uhr 2012-02-10T10:06:00+0100
Arnsberg.Wenn sich die ehrenamtlichen Mitarbeiter des Arnsberger Senioren Services (ASS) via Internet in die vom städtischen Fachbereich Bürgerschaftliches Engagement gepflegte Auftragsliste eintragen, wissen sie oft nicht, was sie erwartet. Hinter der Bitte, doch einmal eine Glühbirne auszutauschen, können tragische persönliche Geschichten stecken. „Da gibt es Fälle, die machen betroffen“, sagt Paul Achim Brinkmann. Er ist der Koordinator der derzeit 13-köpfigen Gruppe.
Seit gut einem Jahr arbeiten die „Heinzelmännchen“ im Dienst für Hilfebedürftige. 30 Fälle sind inzwischen zusammengekommen - hinter einem Fall stehen vielfach auch mehrere Besuche oder auch Langzeitbegleitungen. Schon seit Juni kümmert sich Ilka Wolter um eine Frau, leistet ihr Gesellschaft und schenkt ihr ein Ohr. Dass oft nur darum geht, auch wenn der Auftrag eigentlich die Reparatur eines wackligen Stuhls ist, wissen die ASS-Helfer. „Oft entwickelt sich ein Gespräch“, sagen sie.
Über die Inhalte schweigen die Helfer. Alle haben sie eine Verschwiegenheitsklausel unterzeichnet. Nur so ist gewährleistet, dass bei Formular- und Antragshilfen der Datenschutz gewährleistet bleibt.
Elf Männer und zwei Frauen engagieren sich derzeit im ASS. Einmal monatlich treffen sie sich mit Lena Ottersbach von der Stadt Arnsberg, um über Aufträge zu diskutieren und Probleme anzusprechen. Nicht alle Hilfsanliegen können erfüllt werden. „Wir sind kein Pflegedienst, keine Rechtsberatung und auch kein Handwerksbetrieb“, sagt Klaus Ehrnsperger. Es gehe um das, was einst in Nachbarschaftshilfe erledigt wurde. Oft aber haben die Nachbarn heute keine Zeit mehr.
„Wir brauchen noch Mitstreiter in allen Ortsteilen“, sagt Johannes-Peter Müller, „jeder Interessent ist willkommen“. Dauer-Verpflichtungen geht dabei niemand ein.
Infos: Lena Ottersbach ( 02932/201-1402) oder Paul Achim Brinkmann ( 02932/804762).

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