Schulterschluss der Arnsberger Politik
06.12.2011 | 13:00 Uhr 2011-12-06T13:00:00+0100
Arnsberg.Die politischen Hauptakteure der Stadt setzen ein klares Signal zum Aufbau von Sekundarschulen zum Beginn des neuen Schuljahres. Einig präsentierten die Ratsfraktionen gestern den Schulterschluss zu einem „Arnsberger Schulkonsens“.
Eine gemeinsame Pressekonferenz aller Ratsfraktionen - dass es so etwas schon einmal gegeben hat, daran konnte sich keiner der anwesenden lokalen Politspitzen erinnern. „Wir wollen zeigen, dass wir die Sekundarschule gemeinsam tragen“, sagt Klaus Kaiser (CDU). „Das ist ein wichtiges Signal nach Außen“, ergänzt Andreas Posta (SPD). Isolde Clasvogt (Grüne) schwärmt bereits von der „erlebbaren Schule“, während für Horst Kloppsteck (FDP) mit dem nun offenbar von allen Fraktionen einstimmig getragenen Ratsbeschluss am 13. Dezember zur Einführung der Sekundarschulen an drei Standorten der Stadt „die Arbeit erst richtig anfängt“.
Damit die Arbeit aber beginnen kann - sie läuft auf unterschiedlichen Ebenen ja längst - will die Lokalpolitik mit ihrem „Schulkonsens“ eine wichtige Grundlage schaffen: „Wir wollen Signale der Sicherheit und Verlässlichkeit geben“, so Klaus Kaiser (CDU). Das beträfe die Eltern der kommenden Fünftklässler, die im Januar intensiv und gründlich informiert werden sollen, ebenso wie die Lehrer aus der auslaufenden und ohne Sekundarschule ohnehin in ihrem Bestand gefährdeten Schulen. „Hier bieten wir ja auch den Lehrern eine berufliche Standortsicherung“, so Kaiser.
Zum Ausdruck kommen solle aber auch, so alle Fraktionen, dass die Sekundarschule die volle politische Unterstützung genießt, was sich auch in der Bereitstellung zusätzlicher finanzieller Mittel für die dringend notwendige Fortbildung der pädagogischen Starter-Teams und der künftigen Kollegien zeigen soll. Die Fortbildungen soll so organisiert werden, dass der Unterricht der auslaufenden Haupt- und Realschulen darunter nicht leidet. „Hier darf es keinen Qualitätsverlust geben“, betont Klaus Kaiser.
Ein wichtiger Punkt ist aus Sicht der FDP das Gebäudemanagement im Zusammenhang mit dem Aufbau der Sekundarschulen. „Hier müssen wir langfristig Überkapazitäten in den Schulgebäuden abbauen“, sagt Kloppsteck. Kurzfristig seien Gebäude-Fragen aber weniger wichtig als die Initialzündung für die Sekundarschule. „Wir wollen etwas eigenständig Neues schaffen“, sagten die Kommunalpolitiker. Die Schulgebäude-Diskussion stehe da zunächst nicht im Vordergrund.

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