Eine innige SUG-Partnerschaft mit Ungarn
11.10.2011 | 14:17 Uhr 2011-10-11T14:17:00+0200
Neheim.„Ich wäre gern auch ein Jahr geblieben.“ Meint Juliane Zelder (18). Die Schülerin des St.-Ursula-Gymnasiums (SUG) hat einen Monat in Ungarn gelebt. Jetzt hat ihre Gastschwester sie - im Zuge des Schüleraustausches - in Deutschland besucht.
„Wir spielen beide gerne Karten. Das haben wir in den vier Wochen auch viel gemacht, und es hat für noch besseren Kontakt gesorgt.“ Erinnert sich Juliane. Anders sieht das bei Katharina Dasselaus; bei ihr hat der Tanz den Kontakt hergestellt. Die 19-Jährige war im letzten Jahr zum Gegenbesuch in Ungarn. „Ich habe zu der Zeit die Tanz-AG geleitet,“ erzählt sie. „In Ungarn habe ich eine gute Freundin gefunden und mit ihr zusammen habe ich dann einen Tanz choreografiert, den dann eine deutsch-ungarische Gruppe beim bunten Abend getanzt hat.“
Doch nicht nur für Schüler ist der Austausch eine ausgezeichnete Plattform, um neue Kontakte ins Ausland zu knüpfen. Maria Förster, Musiklehrerin am SUG, beherbergte eine ihrer ungarischen Kolleginnen: „Als ich letztes Jahr in Ungarn war, habe ich bei ihr gewohnt, und jetzt kann ich ihre Gastfreundschaft erwidern. Außerdem kennt man sich jetzt viel besser und vieles läuft entspannter.“
Der Schüleraustausch zwischen dem Gymnasium „Unserer lieben Frau“ in Kaposvár und dem SUG in Neheim besteht mittlerweile seit gut zwölf Jahren. „Jeder September beginnt für uns mit dem SUG,“ heißt es in dem Vorstellungsvideo, das Programmpunkt eines gemeinsamen Konzertabends war. Weitere Beiträge waren ungarische Volkstänze, die so authentischen Trachten präsentiert wurden, dass man sich fast auf ein ungarisches Folklorefest versetzt fühlte, Songs der Chöre beider Schulen, Vorträge kleinerer Gesangsensembles, sowie Instrumentalstücke.
„Musik funktioniert über alle Landesgrenzen hinweg.“ meint Marc Kieseheuer, Musiklehrer am SUG. „Der Auftritt mit dem ungarischen Chor zusammen hat sehr gut gekappt, obwohl wir nur wenige Proben hatten.“ Die stehenden Ovationen zeigten, dass das Publikum der gleichen Meinung war. Der Ausflug vom Alltag faszinierte Schüler und Lehrer gleichermaßen. Im Chor waren die Sprachbarrieren nahezu aufgehoben und zwischen Austauschschülern und Gastgebern entstand in nur einer Woche eine Gemeinschaft, die sicherlich auch durch die gemeinsamen Ausflüge zum Beispiel nach Bonn gefördert wurde.
Ádám Zachariás (18) ist zum ersten Mal beim Austausch dabei und fühlte sich in seiner Gastfamilie ausgesprochen wohl: „Wir reden sehr viel miteinander. Deutschland ist sehr schön und seine Bewohner sehr nett. Ich würde gerne wiederkommen.“ Derselben Meinung ist auch der Schulleiter des Gymnasiums „Unserer lieben Frau“ László Godó: „Es ist immer ein schönes Gefühl, in Neheim zu sein.“
Dieses Mal sind 48 Schülerinnen und Schüler der Klasse 7 bis 13 mit ihren Begleitpersonen bei hiesigen Familien zu gast. Von deutscher Seite wird er von Herrn Ringel und Herrn Jung (Lehrer am SUG) organisiert und aufrechterhalten.
Abwechselnd fahren das Schulorchester, die Big Band und der Schulchor in die Partnerstadt Kaposvár, und je nach Andrang können auch noch Tanzgruppen oder die Jonglier-AG „Juggling Penguins“ sie begleiten. In Ungarn führen die Exkursionen dann nach Budapest und Pécs.
„Die sozialen Netzwerke sind eine echte Hilfe dabei, die Kontakte bestehen zu lassen.“ Meint Juliane Zelder. Und das sind eine Menge, da Juliane während ihres Auslandsmonats auch in Ungarn zur Schule gegangen ist. „Ich will auf jeden Fall noch mal nach Ungarn, und dann länger.“
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