Schützenhalle wird Schmuckstück

Die Oeventroper Schützenhalle ist ein Schmuckstück geworden - mit neuem Fußboden und neuer Beleuchtung.
Die Oeventroper Schützenhalle ist ein Schmuckstück geworden - mit neuem Fußboden und neuer Beleuchtung.
Foto: WP

Oeventrop..  Ein dickes „Osterei“ hat der Osterhase den Oeventropern ins Nest gelegt: Rechtzeitig zum Osterhasenball lädt der neu verlegte Hallenboden in der kleinen Schützenhalle zum Tanzen ein.

Am vergangenen Sonntag Besichtigungstermin vor Ort: Mit der Frühjahrsversammlung der Sebastianus-Schützenbruderschaft findet die erste große Veranstaltung auf neuem Boden statt. Musiker, Posaune, Klarinette und Waldhorn unter dem Arm, steigen die mit LED-Lichtern beleuchtete Treppe hinauf auf die kleine Bühne. Turnschuhe und Lackschuhe, Jungschützen, Schützen und Senioren betreten zum ersten Mal den neuen Hallenboden.

Ein kleiner Schritt für die Besucher, ein riesig großer für das Vorstandsteam. Denn in Umbauphase 3 lief alles mehr als glatt. Und hinter dem Rolltor wartet gleich die nächste Überraschung: Hier haben fleißige Helfer die Decke der großen Halle renoviert: Weiße Deckenelemente mit integrierter LED Beleuchtung passen sich harmonisch in die altehrwürdigen dunklen Eichenbalken der Schützenhalle ein. „Glaube, Sitte, Heimat“ stehen so im Einklang mit moderner Akustik- und Schallschutztechnik und Beleuchtung.

„Der Charakter unserer Schützenhalle wurde erhalten“, betont Schützenhauptmann Markus Trüller als Planer und Leiter der Umbaumaßnahmen. Licht und hell wirkt nun die neue alte Halle. Der Kontrast von alt und neu stärkt die individuelle Note. Die integrierte LED-Beleuchtung, die die Flächen-Neonleuchten ersetzt, ist äußerst energiesparend und auch viel hübscher anzusehen. „Und die neue Deckenverkleidung entspricht den akustischen und schalltechnischen Anforderungen, die wir erfüllen wollen“, sagt Trüller.

Auch Senioren engagiert

Die Erneuerung des Bodens erfolgte planmäßig, der Einbau der Decke außerplanmäßig. Wie bereits in den vergangenen Jahren hatten die Schützen gleich nach Karneval mit den Arbeiten begonnen. „Zwischen Karneval und Ostern ist eben die beste Zeit für solche Vorhaben“, sagt Schützenoberst Johannes Bette. „Dann geht noch keiner in den Garten...“

Unter Leitung von Markus Trüller ging es stattdessen „auf die Halle“. Neben dem Vorstandsteam war eine rüstige Rentnergruppe vor Ort. Die fleißigen Senioren um Alfred Krick erledigten tagsüber die Vor- und Nacharbeiten, so dass am Abend übergangslos weitergearbeitet werden konnte. Der ca. 50 Jahre alte Hallenboden wurde herausgerissen, der neue verlegt, gebeizt, gewachst und gebohnert. Rund 300 Quadratmeter.

„Das Ganze innerhalb von nur zwei Wochen“, ist Trüller begeistert. Bis Ostern war es noch weit. „Wir hatten die Leute, die bereit waren und Lust hatten, weiterzumachen, und die Zeit, denn die Halle war nicht vermietet“, erklärt Bette. „Wir haben kurzfristig ein Angebot für die Decke eingeholt.“ Alles passte zusammen. Und so wurde blitzschnell die Decke der großen Halle gleich miterledigt.

Die Besucher der Frühjahrsversammlung staunten, als das Rolltor sich öffnete und die Halle in ganz neuem Licht erstrahlte. Einstimmig und mit anerkennendem Applaus wurde dieser vorgezogene Teil der Baumaßnahmen von der Versammlung bestätigt. „Wir sind stolz darauf“, sagt Oberst Bette. „Denn wir packen selbst mit an und verwirklichen unsere Ideen. Ohne die tatkräftige Unterstützung der Schützenbrüder wäre das nicht möglich gewesen.“

Bierpreis bleibt stabil

Einmal im Arbeitsfluss, wurde die Küche von den Schützen generalgereinigt und mit einer neuen Beleuchtung ausgestattet. Auch die Bänke am Kartenhäuschen und die Kanone wurden überholt. Dank der großzügigen Spende eines ortsansässigen Unternehmers konnte zudem der Fußboden der Garderobe mit einem neuen Click-Venylboden ausgestattet werden.

Eine Frühjahrsversammlung also in Feierlaune mit Vorfreude auf das Schützenfest. Die Vorbereitungen laufen, Festausschuss und Fähnriche sind bestimmt, der Bierpreis bleibt stabil. Im kommenden Jahr feiert die Sebastianus-Schützenbruderschaft Oeventrop ihr 250-jähriges Bestehen mit einem Jubelschützenfest Anfang August 2016. Übrigens werden einige der alten Fußbodendielen wiederverwertet: In einem Oeventroper Gartenhaus und einem Bauwagen werden die durchtanzten Nadelhölzer mit viel Geschichte einen neuen Platz finden.