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Schröder: „Fühle mich frei, bin und bleibe aber Sozialdemokrat“

22.02.2013 | 12:00 Uhr
Schröder: „Fühle mich frei, bin und bleibe aber Sozialdemokrat“
Franz Josef Schröder, fraktionsloses Mitglied im Stadtrat.Foto: Ted Jones

Arnsberg. Als einer der ersten an diesem frühen Abend betrat Franz-Josef Schröder den Arnsberger Ratssaal. Die großen Fraktionen saßen noch zu Vorgesprächen in Nebenräumen zusammen - auch „seine“ einstige SPD.

Er nahm Platz an einem Beistelltisch links neben der FDP, durch einen kleinen Durchgang zur Raummitte getrennt von der CDU. „Ich fühle mich frei“, sagt Schröder, „bin und bleibe aber Sozialdemokrat.“

Das 64-jährige SPD-Urgestein hatte im vergangenen Jahr seinen Fraktionsvorsitz bei den Arnsberger Sozialdemokraten an Ralf Bittner abgegeben und war im November dann auch ganz aus der Fraktion ausgetreten.

Seine Ratsmitgliedschaft aber will er bis zum Ende der Wahlperiode als fraktionsloser Abgeordneter behalten. Die Gründe für das alles bleiben schwammig, aber in der Tendenz nicht unerwähnt. „In der Fraktion wird eine neue Linie gefahren“, sagt er vor seinem lokalpolitischem Comeback in neuer Rolle am Mittwoch. Nicht ganz seine Linie sei das. „Da bin ich mit erhobenen Hauptes rausgegangen, wie ich einst auch mit erhobenen Hauptes reingegangen bin“, erklärt Schröder den Austritt aus der Fraktion.

Kurz vor der Ratssitzung, als sich die Tür des Beratungsraumes der SPD-Fraktion öffnet, kommen die alten politischen Weggefährten vorbei. „Hallo Franz-Josef“, kommt es von allen Seiten. Und auch Raum für ein paar persönliche Worte mit früheren Fraktionskollegen und Freunden, mit denen Schröder seit 1992 im Stadtrat manch politische Schlacht gemeinsam geschlagen hat, bleibt.

Als Fraktionsloser hat Schröder das Recht, noch mindestens einem Ausschuss als beratendes Mitglied anzugehören. Diese Option will er im Ausschuss Planen, Bauen und Umwelt wahrnehmen.

Franz-Josef Schröder bleibt auch Kuratoriumsmitglied des St. Johannes- und Maria-Stiftung des Klinikums Arnsberg.

Vor allem aber bleibt Schröder Schröder, was er mit für ihn typischen Anfragen unter Beweis stellte:

Bei der Diskussion um die neuen Raumkonzepte für die Stadtverwaltung mahnte er auch an, die Energie- und Ablaufeffizienz des Rathauses an der Ruhr gründlich unter die Lupe zu nehmen. „An den großen Batzen gehen wir nicht ran!“, so Schröder kritisch.

Zum Abschluss der Ratssitzung am Mittwochabend bringt er für neue Nutzungskonzepte des Brückencenters und der Weiterentwicklung des Quartiers „Arnsberger ­Mitte“ noch PPP-Modelle unter Beteiligung von Großunternehmen ins Spiel.

Von Martin Haselhorst


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