Schöner Stress

Ein wenig weh tut es ja doch. So schön die Freiheit ist, die Sommerurlaube inzwischen auch mal ohne Kinder planen zu können, so sehr fehlt mir auch die kollektive Aufgeregtheit vor einem Familienurlaub mit einem Stall kleiner Kinder. Diese nervösen Fragen der Knirpse, wieviel Tage es denn noch seien. Oder das Zusammenpacken von Käscher, Schüppen, Wanderstöcken, bunten Ferngläsern, Luftmatrazen, Lupen und Taschenmessern - völlig losgelöst vom Reiseziel und der Erkenntnis, ob es dort überhaupt Meer, Seen oder Berge gibt. Klar, dass immer auch von jedem Kind ein persönlicher Spielzeug-Rucksack gepackt wurde, dessen kleinteiliger Inhalt sich schon kurz vorm Autobahnkreuz Kassel im ganzen Auto verteilt hat. Und erst die vielen Container, die meine Frau mit Blick auf alle Eventualitäten gefüllt hat, um mir schon völlig Verzweifelten mitzuteilen, dass sie alle mitgenommen werden müssten und nachher doch nur noch ein paar dutzend Taschen und die losen Schuhe hinzu kämen - eine Härteprobe für jede Beziehung! Hat aber immer geklappt und war am Ende immer richtig schön.