Schneefall erzwingt Routenänderung
12.02.2010 | 17:00 Uhr 2010-02-12T17:00:00+0100Arnsberg. Wer Sorgen hat, hat auch Likör. Sagt Wilhelm Busch. Doch nach Likör ist es den Verantwortlichen der KLAKAG derzeit eher nicht. Weitere starke Schneefälle könnten den Karnevalsumzug stoppen. Klar ist: Der gewohnte Zugweg kann nicht eingehalten werden.
Auch wenn die Sorgen groß sind und sich die Blicke täglich in den grau-verhangenen Himmel richten. Denn weitere starke Schneefälle könnten den Karnevalsumzug stoppen. Der Supergau. Bereits jetzt ist klar: Der gewohnte Zugweg kann nicht eingehalten werden.
Damit werden erstmals Steinweg und Alter Markt nicht das furiose Finale des „Lindwurms der Freude” erleben. Der Grund: Wegen des vereisten Kopfsteinpflasters und der Schneeberge am Straßenrand, kann diese Passage von den teils großen Umzugswagen nicht zweispurig befahren werden. Die neue Route im Endteil: Bömerstraße, Neumarkt, Königstraße, Norbertusstraße, Klosterstraße und dann Abmarsch über Bömerstraße. Damit wird es auch nur einen Moderationspunkt geben - am Landgericht. Winter 2010.
Komplette Absage kein Thema
Doch eine komplette Absage ist für Zugleiter Ady Henseler kein Thema. Er geht davon aus, dass Petrus den vielen Arnsberger Närrinnen und Narren nicht noch eine längere Nase drehen, sondern ein Einsehen haben wird: „Wir planen ganz klar mit dem Umzug am Sonntag. Denn nach meiner Kenntnis soll das Wetter aufreißen.”
Neuralgischer Punkt bei dieser Witterung ist der leichte Anstieg auf dem gepflasterten Alten Markt. Obwohl die Mitarbeiter der Stadtwerke in den vergangenen Tagen alles Menschenmögliche getan haben, so Stadtsprecher Dirk Hammel, um besonders dieses Streckenabschnitt freizubekommen. Aber nun hat die KLAKAG als verantwortlicher Veranstalter Tradition durch Vernunft ersetzt und sich aus Sicherheitsgründen für eine Änderung des gewohnten Zugverlaufs entschieden.
Winterdienst im Großeinsatz
Damit es aber nicht noch mehr Probleme gibt, ist der praktisch seit Dezember im Dauereinsatz befindliche Winterdienst „in den vergangenen Tagen damit befasst, auf der gesamten Zugstrecke den vorhandenen Altschnee zu beseitigen - so weit möglich”, sagt Hammel. „Unsere Mitarbeiter tun jedenfalls alles, um den Zug zu ermöglichen. Aber wir wissen natürlich nicht, was da noch alles vom Himmel kommt.” Der Winterdienst müsse dabei jedoch aufgrund des bekannten Engpasses weiterhin ohne Salz auskommen.

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