Sanierung im Amtshaus geht voran

Fünf von sechs Wohnungen im Haupthaus sind bereits vermietet.
Fünf von sechs Wohnungen im Haupthaus sind bereits vermietet.
Foto: Benke
Was wir bereits wissen
Die Umfunktionierung des alten „Neuen Amtshaus“ in der Hüstener Heinrich-Lübke-Straße vom Verwaltungsgebäude zum Wohnobjekt läuft auf Hochtouren. Im Herbst sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Hüsten..  In den kommenden acht Wochen sollen die Renovierungsarbeiten im und am „alten“ neuen Hüstener Amtshaus abgeschlossen sein. Besitzer Selim Balikcioglu und seine drei Geschwister haben seit September 2014 das Gebäude entkernt, neu gestaltet, neue Versorgungsleitungen verlegt, das Dach energetisch saniert und abgedichtet.

„Den Garten konnte man nur mit Bagger und Kettensägen bearbeiten. Es war die totale Wildnis. Wir haben zwei Wochen gerodet“, so Balikcioglu. Hier wird nach den Umbauarbeiten ein gemeinsamer Grillplatz für die Hausbewohner gebaut, außerdem werden Obstbäume gepflanzt.

4000 Stunden Eigenleistung

Von den sechs Wohnungen im Haupthaus sind fünf vermietet. Im Anbau gibt es zwei Appartements, eines davon wird eine Ferienwohnung. Warum Ferienwohnung? „Wer möchte nicht in den Ferien attraktiv wohnen und das in einem schönen Haus“, betont Balikcioglu. Mit seinem Zeitplan liegt er knapp sechs Wochen zurück, weil sich die Anfertigung der Fenster etwas verzögert hat. Die 102 Holzfenster sind nach Denkmalvorgaben angefertigt worden. „Sonst ist alles 1A gelaufen.

„Unsere Familie hat bisher mindestens 4000 Stunden an Eigenleistung erbracht. Neben den Stunden der Handwerker“, so Balikcioglu. Auch wenn die Renovierungsarbeit noch im vollen Gange sind, wohnt Sandra Fortier schon seit einer Woche in einer fertigen Wohnung. Wo früher ein Serverraum und zwei Büroräume waren, ist heute eine große helle Wohnung von knapp über 100 Quadratmeter entstanden.

„Ich habe mir vor einem halben Jahr die Wohnung angesehen und habe mich sofort in sie verliebt. Ich habe etwas besonderes gesucht. Hier habe ich sie gefunden. Ich konnte es kaum erwarten, einzuziehen“, betont Fortier. Die anderen Mieter kommen aus Hüsten, Sundern und sogar aus Frankfurt. „Sie sind in Hüsten geboren und sind zurück ins Sauerland gekommen“, lächelt Balikcioglu.

Die Wohnung mit rund 126 Quadratmetern, darin der ehemalige Sitzungssaal, hat leider noch keinen Mieter. Der Dachboden wird als Loft-Wohnung mit 450 Quadratmetern angeboten. „Ideal zum Arbeiten und gleichzeitigem Wohnen“, meint der Vermieter.

Beim Außenanstrich haben sich Architektin, Denkmalschutz und Eigentümer nach einigen Probeanstrichen auf „Himmelgrau“ geeinigt. Die Vorderseite hat schon ihren Anstrich, die Rückseite folgt, wenn die vier Balkone aus geschmiedetem Gusseisen angebracht wurden. Parallel laufen die Arbeiten in den großzügigen Kellerräumen.

Dort baut der Inhaber des Immobilienunternehmens „Fischersohn“ einen Gesellschaftsraum von rund 60 Quadratmetern für die zukünftigen Mieter.

„Aufwertung für Hüsten“

Nun hoffen die Bauherren, dass im September fast alle Arbeiten abgeschlossen sind. „Klar gibt es immer noch etwas zu machen, aber aus dem Gröbsten sind wir raus. Ohne meine Familie hätte ich das Projekt nicht stemmen können“, so Balikcioglu.

Er ist davon überzeugt, dass das neue „alte“ Amtshaus den Stadtteil Hüsten aufwerte. Ende September oder Anfang Oktober möchte die Familie Balikcioglu einen „Tag der offenen Tür“ organisieren.