Ruhrrenaturierung ist beispielhaft
23.03.2009 | 23:00 Uhr 2009-03-23T23:00:00+0100
Um den ökologischen Zustand der Bäche und Flüsse in Westfalen ging es gestern Nachmittag bei einer Tagung im Hüstener Kulturzentrum.
Auf Einladung von Arnsbergs Regierungspräsident Diegel informierten Umweltminster Uhlenberg sowie weitere Experten aus der Wasserwirtschaft über die europäischen Wasserrahmenrichtlinie.
„Neben der chemischen Sauberkeit der Gewässer wollen wir heute besonderen Schwerpunkt auf den ökologischen Zustand legen”, sagte Uhlenberg zuvor bei einem Pressegespräch. Nur rund 10 Prozent der Gewässer in NRW seien aus ökologischer Sicht in einem „guten” Zustand. Ausnahmen seien die Mittelgebirge wie das Sauerland — dort seien es etwa 20 Prozent. Ziel jedoch sei es, in den nächsten 20 Jahren den Anteil der Gewässer mit gutem ökologischen Zustand auf 40 Prozent anzuheben.
Dafür sollen in diesem Zeitraum zwei Milliarden Euro ausgegeben werden. Die Veranstaltung gestern sollte zur Information, dem Meinungsaustausch und der Motivation dienen. „Die Kommunen müssen nur wollen”, sagte RP Helmut Diegel.
Als positives Beispiel wurde die Ruhrrenaturierung in Arnsberg vorgestellt. Dieses Projekt habe nicht nur zu einer besseren Ökologie beigetragen, es erhöhe zudem den Hochwasserschutz, sagte Minister Uhlenberg. Die Renaturierung ist noch nicht abgeschlossen — auf einer Übersichtskarte stellte die Stadt weitere Abschnitte vor.

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