Raserei und Lärm werden vom Bundesverband absolut verharmlost

Motorrad-Demo in Sundern. (Leserbrief von Michael Lenzen, Vorsitzender des BVDM, vom 20. April) In keiner Weise habe ich falsche Tatsachen behauptet, wie Herr Lenzen, Vorsitzender des BVDM meint. Die Zahl von 300 Teilnehmern an der Demo stammt von der Polizei.

Aber wenn es 500 Teilnehmer gewesen wären, wäre ja die Demo noch beeindruckender! Sogar 500 Biker huschen nahezu lautlos durch Sundern. Unglaublich! Jedenfalls schafft es ansonsten leicht eine einzige Maschine lauter zu sein als diese 500 Biker.

Auch dass der BVDM Raserei und Lärm verharmlost, ist keine Falschaussage. Ich wiederhole noch einmal sinngemäß den Wortlaut der Ansprache von Michael Wicynski, dass nur „manchmal“ der eine oder andere Biker etwas zu schnell oder zu laut sei.

Das ist eine absolute Verharmlosung. Den Auftritt eines Bundesverbandes stelle ich mir hier völlig anders vor. Die Vermeidung von unnötigem Lärm gehört z.B. in die Satzung des Bundesverbandes.

Wicynski erwähnte auch Sportwagen, die genau so viel Krach machen würden. Das nenne ich mit dem Finger auf andere zeigen. Auf einen lauten Sportwagen kommen übrigens bestimmt 100 laute Motorräder. Das macht den Unterschied aus. Man frage die Anwohner!

Und wenn das Ziel der Demo war, die Motorradfahrer für Strecken­sperrungen zu sensibilisieren – was immer das heißen mag – , hätte man dafür nicht nach Sundern ­kommen müssen. Eher glaube ich dem, was Wicynski auf der BVDM-Seite schreibt, nämlich (Zitat): „Eine Demofahrt gegen die Sperrungen in Deutschland sowie gegen das ­Verhalten einiger Politiker im HSK gegenüber den Motorradfahrern.

Es wird bestimmt einiges an Aufsehen erregen und einige Verantwortliche wecken...“. Herausgekommen ist dabei nur eine Demo, wie leise Motorradfahren auch gehen kann. Danke dafür.