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Landgericht

Räuber aus Werl muss sieben Jahre und acht Monate ins Gefängnis

26.07.2012 | 18:31 Uhr
Räuber aus Werl muss sieben Jahre und acht Monate ins Gefängnis
Der Angeklagte aus Werl mit seiner Anwältin Susanne Renner nahm das Urteil gefasst auf. Fotos: Thomas Nitsche/WP

Arnsberg/Werl/Sundern.   Nach einem umfassenden Geständnis, einen Penny-Markt in Sundern und ein Privathaus in Arnsberg ausgeraubt zu haben, ist ein 50 Jahre alter Mann aus Werl vom Landgericht Arnsberg zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von sieben Jahren und acht Monaten verurteilt worden.

Ein 50 Jahre alter Mann aus Werl ist von der 2. Großen Strafkammer des Landgerichts Arnsberg wegen Raubes in Tateinheit mit Freiheitsberaubung zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von sieben Jahren und acht Monaten verurteilt worden. Der Angeklagte G. hatte zuvor ein umfassendes Geständnis abgelegt, im Jahr 2006 einen Penny-Markt in Sundern und eine Frau in ihrem Haus in Arnsberg überfallen und ausgeraubt zu haben. Zudem räumte er ein, der Täter eines bislang ungeklärten Raubüberfalls auf eine Aldi-Filiale in Neheim-Hüsten (2006) gewesen zu sein.

„Ich will alles auf den Tisch legen“, sagt der ehemalige Lkw-Fahrer nach der Verlesung der Anklageschrift und schildert, warum er vor sechs Jahren auf die schiefe Bahn geraten ist. „Mein Leben war beendet, ich war bankrott“, sagt der ehemalige Lkw-Fahrer. Irgendwann hat er keinen anderen Ausweg mehr gesehen und irgendwann fasst er zusammen mit einem ebenfalls in Geldschwierigkeiten steckenden, bislang nicht angeklagten Mittäter den Entschluss zum Raub.

Raubüberfälle in Sundern und Arnsberg begangen

Im März 2006 warten die beiden maskierten Männer vor dem Penny-Markt in Sundern auf die Kassiererin und zwingen sie unter Vorhalt einer Waffe („eine Spielzeugwaffe meiner Tochter“) zum Öffnen eines Geldschranks. Dann fesseln sie die Frau und entschwinden mit 3000 Euro. Sieben Monate später lauert das Duo einer Frau aus Arnsberg vor ihrem Haus auf. Sie fesseln sie, stülpen ihr eine Jute-Tasche über den Kopf und nehmen Geld, Schmuck und Münzen im Gesamtwert von 30 000 Euro mit.

Vergleichbare DNA-Spuren führten zur Festnahme

Vergleichbare DNA-Spuren überführten den 50-jährigen Werler, der für sieben Jahre und acht Monate in Haft muss.

Die Ermittler waren dem Mann durch Zufall auf die Spur gekommen. Routinemäßig waren DNA-Spuren vom Tatort in Sundern mit DNA-Material verglichen worden, die G. bei einem Überfall in Lippstadt hinterlassen hatte (weshalb er 2009 vom Landgericht Paderborn eine Freiheitsstrafe erhielt). Vor Gericht hat der 50-Jährige Reue gezeigt und sich bei seinen Opfern entschuldigt. Das Urteil der Kammer um den Vorsitzenden Richter Willi Erdmann akzeptiert er: „Ich muss dafür gerade stehen“, sagt er. „Wenn nicht jetzt, wann dann?“

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    Seite 2: Opfer schildern im Zeugenstand traumatischen Erinnerungen

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Kommentare
26.07.2012
22:19
Räuber aus Werl muss sieben Jahre und acht Monate ins Gefängnis
von guentherpaul | #2

Ja, Eigentumsdelikte werden deutlich schärfer bestraft als Körperverletzungen. So soll es sein. Das Schlimmste für den Besitzbürger ist, in der eigenen Wohnung überfallen zu werden, sagt ja auch der Richter. Wer auf der Straße ins Koma getreten wird, hätte halt zuhause bleiben sollen.

26.07.2012
21:46
Räuber aus Werl muss sieben Jahre und acht Monate ins Gefängnis
von ruhrilein | #1

Jemand ins Koma treten gibt 1 Jahr auf Bewährung.

1 Antwort
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Name von Moderation entfernt | #1-1

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2012-07-26 18:31
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