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Lückenschluss-Diskussion

Pro A46“ fordert Bürgermeister-Konsens

01.06.2011 | 11:00 Uhr
Pro A46“ fordert Bürgermeister-Konsens
Foto: Ted Jones

Arnsberg. Als Arnsbergs Landtagsabgeordneter Klaus Kaiser (CDU) 1979 in die Politik ging, stand ein Thema ganz oben auf der Tagesordnung: Der Lückenschluss der Autobahn 46 zwischen Hemer und Arnsberg.

„Seitdem reden wir darüber“, sagte Kaiser am Dienstag, „ich glaube nicht, dass ich im Leben noch auf dieser Bahn fahren werde“.

Dabei ist seine Position eigentlich klar: „Wir als CDU sind grundsätzlich für den Lückenschluss!“, betonte er ­gestern noch einmal. Das muss gesagt werden, wenn gerade erst der NRW-Verkehrsstaatssekretär Horst Becker von den Grünen vom „Aus“ für den Streckenabschnitt Menden-Neheim gesprochen hat.

Kaiser erlebte Planungen, Trassendiskussionen und jegliche A46-Rollen vorwärts und rückwärts. Das ermüdet. „Alle weiteren Bemühungen machen doch nur Sinn, wenn man sie auch ernsthaft weiter verfolgt“, so Kaiser. Das sieht er nicht - ebenso wenig wie Bürgermeister Hans-Josef Vogel. „Nichts ist geschehen, dies allerdings zum Nachteil der Region“, kritisierte Vogel am Dienstag in einer Stellungnahme.

Die Bürgerinitiative Pro A46, in der auch Arnsberger Unternehmen aktiv sind, sieht das Problem nicht nur in Prioritätenlisten und Finanzierungsfragen, sondern auch bei den lokalen Bürgermeistern. In einem internen Arbeitspapier wird von „unseren regionalen Bürgermeistern“ als eine der „Baustellen“ gesprochen. Die Arnsberger Vorliebe für die das Stadtgebiet nur streifende Trasse 12 nördlich von Haus Füchten werde von Wickede und Ense nicht favorisiert. Konsensgespräche blieben erfolglos. Das interne Arbeitspapier wirft hier Arnsberg sogar das „St.-Florians-Prinzip“ vor. Hier wolle die Initiative nun das Gespräch mit dem Arnsberger Bürgermeister suchen.

Der stellte am Dienstag den Lückenschluss nicht in Frage, sondern verwies aber auf die Vorteile der Trasse 12, weil sie die wenigsten Anwohner belaste, die Umwelt am meisten schone und das Ruhrtal am geringsten verunstalte. Zudem sei berücksichtigt, dass der weitaus überwiegende Verkehr weiter Richtung Autobahnkreuz fließen werde.

Klaus Kaiser widerspricht dem Vorwurf des Florians-Prinzips. „Arnsberg hat ­immerhin mit der Autobahn durch das Stadtgebiet schon erhebliche Beiträge geleistet“, so Kaiser. Er sieht für den Ausbau der A46 in Richtung Osten derzeit eine „größere Realisierungschance“ und eine elementare Bedeutung für die Erschließung des Sauerlandes. Für die Wirtschaft in Arnsberg sei auch der fortschreitend geplante Anschluss der A445 an die A2 von Bedeutung.

Martin Haselhorst

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Kommentare
05.06.2011
21:09
Pro A46“ fordert Bürgermeister-Konsens
von zilp | #5

@ #3 Kopper
Alles richtig erkannt und beschrieben - und die richtige Schlussfolgerung gezogen!

@#4 Balve_MK
Es geht nicht um Sumpfkröten oder andere einzelne Tiere, sondern um große und wertvolle Natur- und Erholungslandschaften und Siedlungen in Hemer, Menden und Wimbern, die von der A46 zerschnitten würden.
Balve hat da allerdings gut reden, es ist von der Trasse ja nicht betroffen....

04.06.2011
18:04
Pro A46“ fordert Bürgermeister-Konsens
von Balve_MK | #4

Baut das Ding endlich. Die Berufspendler werden es zu würdigen wissen.

@alle Ökos:

Legt euch doch ein Feuchtbiotop im Garten an und nehmt da die Sumpfkröten und was auch immer auf :D

03.06.2011
11:27
Pro A46“ fordert Bürgermeister-Konsens
von Kopper | #3

Ich finde es sehr wohltuend, dass endlich mal eine klare Aussage von der Landesregierung kommt. Auch wenn immer noch einige Unternehmer und deren hörigen Politiker nach dem Lückenschluss schreien. Seit einigen Jahrzehnten wird hier über diesen Lückenschluss diskutiert. Alle die nur ansatzweise objektiv an das Thema heran gegangen sind, kamen zu dem Schluss, dass die Autobahn ökologisch und ökonomisch nicht zu vertreten ist. Das eingesparte Geld sollte lieber in den Straßenausbau und Instandsetzung investiert werden. Wenn wir jedem Untenehmer seine private Autobahn bauen wollen, können wir Deutschland gleich ganz zubetonieren. Alle Planungen sollten schnellstens eingestellt werden.

01.06.2011
17:36
Pro A46“ fordert Bürgermeister-Konsens
von bennnnn | #2

einfach bauen fertig ist das ding immer dieses labern

01.06.2011
12:13
Pro A46“ fordert Bürgermeister-Konsens
von Peter_von_gut_drauf | #1

Tja auch Herr Kaiser musste halt erkennen, dass Politik und Realität sowie Sinnhaftigkeit selten konform gehen.

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