Preisgeld unterstützt prima Projekte

Junges Engagement: Preisträger Serhat Sarikaya.
Junges Engagement: Preisträger Serhat Sarikaya.
Foto: WP Ted Jones
Was wir bereits wissen
Die Preisträger unseres Wettbewerbs „Junges Engagement“ können mit ihren gewonnenen Preisgeldern weitere Projekte anschieben. Gewinner stellen ihre Ideen und Vorhaben vor.

Arnsberg/Sundern..  Es war ein Tag des Jungen Engagements, ein Tag des jugendlich-frischen Einsatzes für das Gemeinwohl in den Städten Arnsberg und Sundern. Bei einer stimmungsvollen Preisverleihung unseres Wettbewerbs „Junges Engagement“ in der Kulturschmiede wurden 6000 Euro Preisgeld vergeben (wir berichteten). Inzwischen wissen die sechs Preisträger auch schon ziemlich konkret, wie sie die Finanzspritzen in ihre engagierte Arbeit einbringen werden.

1500 Euro als Zweitplatzierte im Wettbewerb erhielt Hanna Radischewski. Aus dem „Zirkuskind“ ist längst eine gestandene Übungsleiterin des Zirkus Fantastello des Jugendbegegnungszentrums Arnsberg geworden. „Angedacht ist, davon ein mobiles Trapez zu kaufen, oder aber Kostüme“, erzählt sie auf Nachfrage, „aber so ganz steht das noch nicht fest.“

Klärungsbedarf herrscht noch im Verein der Alevetischen Jugend HSK, für den sich der Sunderner Kutlay Bozkurt engagiert. Der Jugendausschuss wird die Verwendung der 500 Euro Preisgeld für Platz 4 besprechen. Der Verein setzt sich für den interkulturellen Austausch und Begegnung junger Menschen ein.

500 Euro für die Arbeit der Jugend-Caritas Arnsberg gewannen auch Melissa Hane und Stella Roth aus Arnsberg für ihr Engagement im Altenheim. Und dahin soll nun auch das Geld fließen. „Ja, wir haben eine Idee“, sagt Martina Gerdes, Organisatorin der Jugendcaritas. Das Geld soll an das Seniorenheim St Elisabeth gehen. „Von dem Geld sollen Spiele, vielleicht auch ein Rollstuhl gekauft werden, die die Jugendlichen nutzen können, um mit den Senioren Zeit zu verbringen“, so Gerdes. Darüber hinaus wurde vereinbart, dass die Einrichtungsleiterin alle Jugendlichen, die sich in ihrem Haus engagieren, zu einen „Danke-Kaffee“ einladen wird.

Weitere Veranstaltungen geplant

Ganz konkrete Vorstellungen haben auch schon die „Kultur-Alarmer“ aus Arnsberg. Die Gruppe um Anna von Canstein will das Kulturprogramm für junge Menschen in der Stadt fördern und wies zuletzt schon tolle Erfolge auf. „Das Preisgeld wird für weitere Veranstaltungen eingesetzt, die Planungen diesbezüglich laufen bereits“, berichtet Anna von Canstein. 1000 Euro haben die „Kultur-Alarmer“ gewonnen. Fest geplant für das Jahr 2015 sind zwei Open-Stage-Events im Frühjahr und im Herbst. „Desweiteren sind wir dabei, ein Kunstprojekt im Rahmen des Kunstsommer mit zu organisieren“, so von Canstein.

In der Überlegung sei auch ein DJ Contest. „Mit dem Geld finanzieren wir das benötigte Equipment und Material sowie anfallende Raumkosten“. Eintritt für ihre Veranstaltungen wollen die Kultur-Alarmer“ weiterhin nicht nehmen.

2000 Euro Preisgeld ging an Serhat Sarikaya aus Sundern, der sich um Flüchtlingshilfe in Syrien stark macht und einen großen Hilfstransport organisierte. „Sein“ Geld geht an die Organisation Einheit des Religiösen Kurdistan, der er bereits zuvor 3700 Euro Spenden überbrachte. „Es wird vor Ort in den Flüchtlingslagern investiert in Decken und alles, was gebraucht wird“, erzählt Sarikaya, „derzeit überlege ich, selbst runterzufliegen, um zu helfen“.

Sarikaya bleibt weiter am Ball

Sein ursprüngliches Ziel war gewesen, 10 000 Euro zu sammeln, um dann persönlich direkt vor Ort zu helfen. Diese Summe kam bisher nicht zusammen. Der Preisträger Serhat Sarikaya bemüht sich aber weiter und ist aktuell dabei, mit dem Deutschen Medikamenten Hilfswerk zu verhandeln, dass auch die Medikamte in die Lager vor Ort bringen.

Um die Förderung der jungen Kunst in Arnsberg macht sich Stefanie Nehaus von der Ateliergemeinschaft „Der Bogen“ in Neheim verdient. Sie will ihre 500 Euro Preisgeld für die von ihr zusammen mit Haimo Hieronymus organisierte „Super Speed Art Exhibition Tour“ im Sommer einsetzen. „Dabei unterstützen wir 30 junge Künstlerinnen und Künstler“.

Tour-Finale in Neheim geplant

Am 22. Juli soll die Tour in Stuttgart starten, geht dann über 30 Stationen mit mobilen Ausstellungen, macht Stopps in vielen Städten des Sieger- und Sauerlandes, ehe am 30. und 31. Juli Sundern, Arnsberg, Hüsten und Neheim erreicht werden. Dort soll mit allen Werken am 2. August eine Vernissage stattfinden.