Platznot

Mal wieder die neuen Weihnachtsbücher versucht, irgendwo sinnvoll in den Bestand einzureihen. Das ist nicht so einfach. Eigentlich liebe ich ja als Jungfrau-Geborener die Ordnung: Vor Jahren, als das Büro noch neu und die Regale noch weitestgehend überschaubar waren, habe ich es wie in einer Bibliothek mit dem alphabetischen Muster versucht.

Als die Zeit der Doppelnutzung in einem Regalboden begann, weichte das strenge Verfahren auf. Jetzt galt es, eher die weniger gebrauchte Sekundärliteratur nach hinten zu drängen, Krimis von hoher Literatur zu trennen. Bei steigender Qualität der Krimis ergab sich ein neues Problem: Wo die jetzt unterbringen? Ein neuer Schrank im Flur mit einem coolen seitlichen Bücherregal brachte damals die kaum erwartete Lösung.

Doch seit gestern Abend ist auch dort der letzte freie Platz vergeben. Wundern Sie sich also nicht, wenn ich Ihnen demnächst auf einem Termin einfach ein Buch schenke. Denn man muss auch einfach mal loslassen können, denke ich. Und suche mit den Augen wieder einen freien Platz.