Ohne Röhrschiene verliert Sundern im Wettbewerb der Regionen

Reaktivierung der Röhrtalbahn. Zum Bericht in der WP/WR vom 27. März „FDP sieht keine Reaktivierung der Bahn“ (Lokalteil Sundern) ist festzustellen:

Falsch ist die Behauptung, Sundern brauche den Bahnanschluss nicht. Es müssen Teile des Straßenverkehrs auf die Schiene verlagert werden, dann gibt es bessere Mobilität im Röhrtal auf der Straße und auf der Schiene. Dann gibt es im Röhrtal mehr Chancen und mehr Freiheit für die Bürgerinnen und Bürger — und für die Wirtschaft. Die Verlagerung ist das große Ziel nahezu aller Fachleute und auch der Bundes- und Landesregierung, z. B. wegen Klimaschutz und Wohnqualität. Im engen Röhrtal wird es keine neuen Straßen geben, umso dringlicher ist nun der Bahnanschluss für das Mittelzentrum Stadt Sundern.

Falsch ist die Behauptung, mit der Röhrtalbahn würde es weniger Bus-haltestellen geben. Richtig ist, dass vom Arbeitskreis „Röhrtalbahn“, dem u. a. Verkehrs-Fachleute, die IHK, die RLG, die Städte Arnsberg und Sundern, die WLE und Kommunalpolitiker angehörten, ganz klar gesagt ist: Die Röhrtalbahn soll im Wechsel mit der Buslinie 25 fahren. Damit bleibt der stündliche Busverkehr mit der Bedienung aller Bus-haltestellen im Röhrtal. Außerdem wird der Busverkehr in Müschede und Sundern mit der Bahnabstimmung verbessert. Das ermöglicht das große Fahrgastpotenzial der Röhrtalbahn.

Falsch ist die Behauptung, es würden „enorme Folgekosten“ für die Städte Arnsberg und Sundern entstehen. Richtig ist, dass die Verkehrsinvestitionen in die Röhrschiene und der Betrieb aus Bundesmitteln erfolgen, wie es inzwischen andere , Klein- und Mittel-Städte, gemacht haben, die nun ihrer Bevölkerung und der heimischen Wirtschaft attraktiven Nahverkehr auf der Schiene bieten und so gut aufgestellt sind. Gerade in der jetzigen, schweren Zeit für die Stadt Sundern ist die Reaktivierung der Röhrtalbahn ein echtes Leuchtturmprojekt, das die Stadt Sundern nichts kostet und viel Gewinn bringt. Ohne die Röhrschiene ist Sundern im Wettbewerb der Regionen verloren und wird z. B. kaum neue Fachkräfte anziehen.