Integrationsratswahl
Nur wenige Migranten wählen
07.02.2010 | 20:30 Uhr 2010-02-07T20:30:00+0100Arnsberg. Mit einer Wahlbeteiligung von unter 10 Prozent wurde gestern von ausländischen Mitbürgern der Stadt Arnsberg der neue Integrationsrat gewählt. Die meisten der nur wenigen abgegebenen Stimmen vereinte die Eurosia-Liste auf sich.
Mit 9,66 Prozent blieb die Wahlbeteiligung gestern deutlich hinter den Erwartungen.
4077 Wahlberechtigte waren gestern aufgerufen den neuen Integrationsrat der Stadt Arnsberg zu wählen. Er setzt sich aus 14 direkt gewählten Kandidaten und sieben Ratsmitgliedern zusammen. Die NRW-Gemeindeordnung sieht neuerdings Integrationsräte als Regelgremien für die politische Vertretung für Migranten/-innen vor. Es wurden insgesamt 394 Stimmen abgegeben, davon waren 387 gültig, 7 ungültig. Von der Briefwahl hatten 30 Wahlberechtigte Gebrauch gemacht. Die Stimmen wurden in drei Stimmbezirken abgegeben. Arnsberg: 46, Hüsten: 113, Neheim: 205. Von den 14 möglichen direkt gewählten Kandidaten konnten durch die Wahl nur 10 Plätze im neuen Integrationsrat besetzt werden. Durch das d'Hondtsche Höchstzahlverfahren entfielen auf die Liste Eurasia mehr Stimmen, als Listenbewerber vorhanden sind. So bleiben diese Plätze vakant. Als Einzelbewerber setzte sich Martin Werner durch.
Direkt gewählt wurden: Liste Eurasia: Aynur Sariköse, Ayse Düzgün, Asiye Yagdogan, Tarik Ersöz, Ilhan Özcan (196 Stimmen insgesamt) Liste International 2010: Nicoletta Ceccato, Marco Calcagno, Lucia Falcone in Truglio, Patricia Calcagno (81 Stimmen). Einzelbewerber: Martin Werner (33 Stimmen)
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