Nur ein Besuch ist ihm nicht genug

Matthias Berghoff (links) und Christian Awe messen schon für die Ausstellung am Pferdestall aus
Matthias Berghoff (links) und Christian Awe messen schon für die Ausstellung am Pferdestall aus
Foto: WP

Dörnholthausen..  „Mal eben“ ist der Künstler Christian Awe auf der Fahrt zwischen Gießen, wo er Dozent ist, und der Hauptstadt, wo er arbeitet, in Dörnholthausen zwischengelandet. Im Juli stellt er während „Kultur rockt“ in und am Pferdestall der Familie Berghoff aus.

Erfahrungen mit dem Sauerland hat er schon bei einer Aus­stellung in Brilon gesammelt. Entschlossen, nach Dörnholthausen zu ­kommen, hat er sich, als er die Begeisterung von Matthias Berghoff für das Projekt „Kultur rockt“ spürte: „Farbe ist auch Lebensfreude, ich konnte das nachvollziehen, das hat mich überzeugt.“

Christian Awe will in Dörnholthausen Wasserbilder zeigen: „Das passt gut hierher, wo gerade dort schon der Bach verläuft“, berichtet er. Spannend findet er die Idee, das Wasser mitten in der Natur zu zeigen. Dabei sind seine gemalten Bilder keine direkten Abbilder der Natur.

Aber sie sind fotorealistisch und wirken auch auf den ersten Blick wie ein Stück Natur: „Ich kratze in die aufgebrachten Farbschichten hinein und hole Verborgenes heraus“, erklärt Awe seine Technik. Dazu gehört auch das Unterspritzen von Farbe, um eine gewisse Dreidimensionalität der Bilder zu erreichen. Und noch einen weiteren Ansatzpunkt gibt es für Christian Awe: „Ich habe gerade ein soziales ­Wasserprojekt im afrikanischen Staat Burkina Faso beendet“, erzählt er, aber auch, dass er auf der ganzen Welt unterwegs ist, um solche Dinge voranzutreiben. So ist auch sein Großbild mit dem Titel „Adanzé“, westafrikanisch für „Herzlich willkommen“, zu verstehen. Mit diesem Riesenprojekt, auch in den Dimensionen, will Awe ein Zeichen setzen:

„Die Menschen aller Nationen sind gleich!“ Wer Zeit hat: In Berlin-Schöneberg ist es am Haus mit der Nr. 117 zu sehen, Größe: „Wie ein Tennisplatz.“

Für Dörnholthausen wichtig: „Ich möchte nicht nur einmal irgendwo aufschlagen. Ich bin schon sehr bestrebt, eine Sache auch fortzusetzen.“

Er denkt dabei an etwas Weiterführendes: „Vielleicht die Zusammenarbeit mit einer Schule.“ Und auch seine Ausstellung würde er gern über die wenigen Tagen von „Kultur rockt“ verlängern..