„Niklas“ sorgt bei Versicherern für Hochbetrieb

Sturmtief "Niklas“ sorgte mit Sturmböen und Regen für einige Feuerwehr-Einsätze im Arnsberger Stadtgebiet.
Sturmtief "Niklas“ sorgte mit Sturmböen und Regen für einige Feuerwehr-Einsätze im Arnsberger Stadtgebiet.
Foto: WP Ted Jones

Arnsberg..  Sturmtief Niklas hat auch in Arnsberg gewütet. Wir haben mit einer Versicherungs-Fachfrau über die Folgen gesprochen.

1 Hat Sturmtief „Niklas“ bei Ihnen für mehr Arbeit, sprich, mehr Schadensfälle, gesorgt?

Ja. In der vergangenen Woche habe ich am Dienstag und am Mittwoch jeweils ganztägig ausschließlich Sturmschäden bearbeitet. Niklas hat vor allem zahlreiche kleinere Schäden verursacht: Kaminabdeckungen und Dachpfannen weg geweht oder Gartenhäuser beschädigt. Bis alles abgearbeitet ist, wird es bestimmt Ende Mai.

2 Wie funktioniert eigentlich die Schadensabwicklung nach einem solch heftigen Sturm?

Die Geschädigten rufen an und melden, was kaputt gegangen ist. Ich nehme die Schäden auf. Bis 1500 Euro habe ich eine Regulierungsvollmacht, das heißt, die Betroffenen können sofort jemanden mit der Reparatur beauftragen – ohne Überprüfung vor Ort – und dann die Rechnung(en) einreichen.

3 Werden Ihnen auch angebliche Sturmschäden „untergejubelt“?

Das möchte ich niemandem unterstellen. Außerdem müssen die Geschädigten mit Fotos dokumentieren, was zu Bruch gegangen ist. Bei größeren Schäden – ab 3000 Euro aufwärts – kommt automatisch ein Gutachter ins Spiel, der von der ­Generali-Zentrale in München bestellt wird. Und bei Sturmschäden an Fahrzeugen greift die Kfz-Haftpflicht – wenn mindestens eine Teilkaskoversicherung besteht.