Neues Windrad bei Holzen geplant

Westlich von Holzen soll in Zukunft ein Windrad Strom erzeugen. Der Stadtrat stimmt ab, ob das „gemeindliche Einvernehmen“ erteilt und somit das Genehmigungsverfahren durch den Hochsauerlandkreis in die nächste Runde gehen kann.
Westlich von Holzen soll in Zukunft ein Windrad Strom erzeugen. Der Stadtrat stimmt ab, ob das „gemeindliche Einvernehmen“ erteilt und somit das Genehmigungsverfahren durch den Hochsauerlandkreis in die nächste Runde gehen kann.
Foto: picture alliance / dpa
Was wir bereits wissen
Haupt- und Finanzausschuss der Stadt Arnsberg kommt am 10. Juni zusammen, um über die Erteilung des „gemeindlichen Einvernehmens“ zur Errichtung einer neuen Windkraftanlage westlich von Holzen abzustimmen. Das Windrad soll mit einer Höhe von 200 Metern und 126 Metern Spannweite jährliche 8 Mio. kWh Strom produzieren.

Arnsberg.. Am 10. Juni kommt der Haupt- und Finanzausschuss der Stadt Arnsberg zusammen, um über das „gemeindliche Einvernehmen“ zur Errichtung einer Windkraftanlage in der Nähe von Holzen abzustimmen. Die vom Hochsauerlandkreis geplante und zu genehmigende Anlage soll westlich des Steinbruchs Calcit an der Stadtgrenze zu Menden gebaut werden. Die Windenergieanlage soll 200 Meter hoch werden und 126 Meter Spannweite von Rotorspitze zu Rotorspitze haben.

Mit einer Nennleistung von 3,3 MW soll das Windrad 8 Millionen kWh Strom pro Jahr produzieren. Hierdurch könnten jährlich 4.720 Tonnen Kohlenstoffdioxid eingespart werden.

Artenschutzgutachten steht noch aus

Der Stadtrat stimmt am Mittwoch in einer öffentlichen Sitzung über die Erteilung des sogenannten „gemeindlichen Einvernehmens“ ab. Dieses benötigt die zuständige Planungsbehörde, der HSK, um das Genehmigungsverfahren für die Holzener Windkraftanlage weiter voranzutreiben.

Bei bereits erstellten Gutachten zu unter anderem Lärmschutz und Schattenwurf sind bis auf einen Einzelfall keine Grenzwerte überschritten worden. Lediglich an einem Gebäude im Außenbereich der Anlage komme es zu einer marginalen Überschreitung des Lärmgrenzwertes, der allerdings noch innerhalb des Toleranzbereichs liege. Das Artenschutzgutachten soll erst nach der Zustimmung durch die Stadt Arnsberg erstellt werden. Die Erteilung des gemeindlichen Einvernehmens durch den Stadtrat heißt noch nicht, dass die geplante Anlage tatsächlich genehmigungsfähig ist.