Neue Dauerausstellung im Sauerland-Museum ist konzipiert

Modernste Medientechnik verbindet Wissenschaft und Exponate in der neuen Dauerausstellung des Sauerland-Museum. Damit wird Geschichte erlebbar.
Modernste Medientechnik verbindet Wissenschaft und Exponate in der neuen Dauerausstellung des Sauerland-Museum. Damit wird Geschichte erlebbar.
Foto: WP Ted Jones
Was wir bereits wissen
Die neue Dauerausstellung im Sauerland-Museum ist konzipiert. Dabei wird die regionale Geschichte durch den Einsatz modernster Medientechnik erlebbar.

Arnsberg.. Alles Neue macht der Mai. Nicht nur. Denn für den Ausbau des Sauerland-Museums zu einem „Museums- und Kulturforum Südwestfalen“ zeichnen allein Hochsauerlandkreis und „Regionale 2013“ verantwortlich. Was dabei oft untergeht: die komplette Neugestaltung der Dauerausstellung mit modernster Medientechnik und ausgerichtet nach den neuesten museumsdidaktischen Erkenntnissen im Altbau - dem „Landsberger Hof“. Allein dafür werden rund eine Mio. Euro investiert.

Das neue Museum Das Konzept ist jetzt fix und fertig und wartet nun auf die Umsetzung. Dessen Entwicklung lag in den Händen von Museumsleiter Dr. Jürgen Schulte-Hobein und Stellvertreterin Dr. Ulrike Schowe. „Wir haben in einem langen Diskussionprozess die Inhalte ausgearbeitet, die Gestaltung der einzelnen Themenkomplexe bzw. der dafür vorgesehenen Räumlichkeiten hat dagegen das renommierte Medienbüro Dr. Ulrich Hermanns in Münster übernommen.“

Das Ergebnis dieser Zusammenarbeit, die zeitweise die Telefondrähte zwischen Arnsberg und Münster glühen ließ, wurde dann zunächst einem eigens einberufenen Gestaltungsbeirat aus Vertretern des LWL-Museumsamtes Münster sowie Mitgliedern der Kulturausschüsse des Hochsauerlandkreises und der Stadt Arnsberg präsentiert. Und nach „wenigen leichten Änderungen“, so Schulte-Hobein, „einstimmig akzeptiert“. Wie kurz darauf in den Kulturausschüssen selbst. „Damit steht die Neuausrichtung der Dauerausstellung auf einem hervorragenden Fundament.“

Im Februar 2018 am Start

Bei der Themenauswahl, zeigt Jürgen Schulte-Hobein das Vorgehen auf, seien zwei entscheidende Faktoren zu berücksichtigen gewesen: der Bestand an Exponaten als einer unverzichtbaren Basis für die Ausstellung und die Klärung der Fragen, wo das Sauerland im wahrsten Sinne des Wortes Geschichte geschrieben habe. „Wir mussten also prüfen, was im Sauerland Prägendes passiert ist oder entschieden wurde.“ Um sich dann mit der bestmöglichen Darstellung dessen auseinanderzusetzen. Im permanenten Dialog gerade auch mit dem Münsteraner Medienbüro. „Denn jeder Schritt muss genau abgestimmt werden, damit zum Planungsende das Ergebnis stimmt und den Museumsbesuchern so heimische Geschichte mit deren Auswirkungen über die Region hinaus anschaulich vermittelt werden kann.“

Die Philosophie dabei: Die für die fundierte Aufarbeitung von Geschichte unverzichtbare Wissenschaft mit den sichtbaren Inhalten der Ausstellung - den Exponaten - so zu verbinden, dass für die Besucher ein sogenannter Erlebniswert entsteht. „Wir werden also in manchen Räumen oder zu bestimmten Themen, die sich dafür anbieten, Geschichte gut nachvollziehbar inszenieren.“ Wobei die moderne Medientechnik Spannendes ermögliche.

Sauerland-Museum II Glaube und Macht als roter Faden

Durch nahezu die gesamte neu konzipierte Dauerausstellung ziehen sich wie ein „roter Faden“ die miteinander eng verwobenen Themen „Glaube“ und „Macht“. „Das wird sich in allen Räumen wiederfinden lassen.“ Ausnahme da natürlich: die Vorgeschichte, als die Menschen noch im modischen Fellschurz unterwegs waren und sich der Glaube eher auf den Nährwert saftiger Mammutkeulen reduzierte. Der rote Faden beginnt so erst im 800 Jahrhundert - mit dem Beginn der Christianisierung.

Unter dem Strich wird die heimische, die sehr abwechslungsreiche Geschichte des Sauerlandes in elf Komplexen mit Tiefgang und aus völlig ungewohnten Blickwinkeln aufbereitet. Diese Themenbereiche wird unsere Zeitung nun im Rahmen einer Serie vorstellen. Auch mit ansprechenden Animationen, um ein Bild von dem zu vermitteln, was die Besucher künftig von „ihrem“ Museum zu erwarten haben.