Neheimer Katholiken erleben ein Jahrhundert-Ereignis
15.11.2009 | 17:34 Uhr 2009-11-15T17:34:00+0100
Neheim. Einen historischen Tag erlebte am vergangenen Samstag die Neheimer Johannesgemeinde: Im Dom wurde das Seligsprechungsverfahren für Franz Stock (1904-1948) eröffnet.
61 Jahre nach dem Tod des aus Neheim stammenden Gefangenenpriesters hatten jahrzehntelange Bemühungen vieler Deutscher und Franzosen um die Eröffnung des Seligsprechungsverfahrens endlich Erfolg. Unter der Nazi-Diktatur hatte sich Stock im besetzten Frankreich vier Jahre in Pariser Wehrmachtsgefängnissen um zum Tode verurteilte Häftlinge und deren Angehörige aufopferungsvoll gekümmert und erhielt so in Frankreich den Ruf als „Seelsorger in der Hölle”. Viele Menschen sind ihm bis heute dankbar. Nach Deutschlands Kapitulation wirkte Stock als Regens des „Stacheldrahtseminars” in Chartres.
In einem Pontifikalamt im Dom würdigte der Paderborner Erzbischof Hans-Josef Becker den Neheimer Priester als „mutigen und tapferen Zeugen des Evangeliums”, der durch sein Wirken in Frankreich auch einen wichtigen Beitrag zur heutigen deutsch-franzözischen Freundschaft geleistet habe. Die enge Verbindung zu Frankreich wurde auch dadurch deutlich, dass zeitgleich zum Pontifikalamt in Neheim, zu dem sich insgesamt zwölf Priester am Altar versammelt hatten, auch Bischof Michel Pansard am Grab von Abbé Stock in Chartres die Eucharistie feierte. Im voll besetzten Neheimer Dom kamen aber auch Gäste aus Frankreich zusammen, die von Pfarrer Jung auf Französisch begrüßt wurden.
Nach dem eineinhalbstündigen Pontifikalamt folgte die rund 45-minütige Eröffnung des Seligssprechungsverfahrens, für das es ein genau festgelegtes kirchenrechtliches Procedere gab. Der Forderer der Seligsprechung (=Postulator), Kirchenanwalt Dr. Am-brosi aus Rom, sowie Vize-Postulator Pfarrer (i. R.) Franz Schnütgen aus Neheim übergaben dem Erzbischof ein entsprechendes Bittgesuch, das der Erzbischof offiziell annahm. Gleichzeitig setzte er eine zwölfköpfige Untersuchungskommission ein, die vereidigt wurde. Als der Bischof die Annahme des Bittgesuchs verkündete, brandete starker Applaus der mehreren hundert Besucher auf.
So nimmt die Untersuchungskommission nun ihre Arbeit auf und wird insbesondere mehr als 50 Zeugen zum Leben und Wirken Franz Stocks befragen. Nach WP-Informationen wird unter ihnen auch ein US-Amerikaner sein, der 1997 scheinbar unheilbar an Krebs erkrankte, aber durch Fürbitte (Fürsprache von Franz Stock) plötzlich geheilt wurde und auch heute noch frei von Krebs ist. Der Nachweis eines solchen Wunders nach Stocks Tod gehört zu den Kriterien der Seligsprechung, die - so hofft Franz Schnütgen - in fünf bis sieben Jahren erfolgen könnte. Die historische Dimension der Eröffnung eines Seligsprechungsverfahrens im Erzbistum Paderborn wird beim Blick in die Geschichte deutlich. Zuletzt wurde aus dem Erzbistum Pauline von Mallinckrodt (1817-1881), Ordensgründerin der Kongregation der Schwestern der Christlichen Liebe, 104 Jahre nach ihrem Tod - im Jahr 1985 - seliggesprochen.

12:47
... und gar nicht sich hineingeschummelt, sondern offiziell mitgestaltet hat die Messe mit Kyrie, Sanctus und Agnus Dei aus der Messa di Gloria von Puccini sowie Dank sei Dir Herr von Händel die Kantorei an St. Johannes Neheim, Kirchenchöre St.Petri Hüsten, St. Magdalena Bruchhausen, St. Johannes Sundern und Barditus Sundern nebst dem Tenor Herrn Iwe, Hüsten und dem Bariton Herrn Jansen, Neheim unter der Leitung von Peter Volbracht, Hüsten, Orgel mark Ehlert, Hochsauerland. Dank sei Euch auch!
Irmgard
06:22
es hatte sich auch der eine oder andere protestan rein geschummelt