Neheimer Ehepaar freut sich über das Westfalen-Diplom

Neheim..  Das Stempelheft zeugt von hohem Erlebniswert. Das Ehepaar Rolf und Rita Schönhardt aus Neheim war im vergangenen Jahr viel unterwegs und ließ sich von der von unserer Zeitung unterstützten Aktion „Westfalen-Diplom“ zu zahlreichen Ausflügen inspirieren. Aus dem Raum Arnsberg und Sundern waren die Schönhardts die fleißigsten Stempelsammler. Am Wochenende fand in Hamm die Abschlussveranstaltung statt, zu der auch das unternehmungslustige Paar eingeladen worden war.

13 Stempel sind im Heft. Jeder Stempel steht für die Besichtigung einer Attraktion im Raum Westfalen. „Wir haben Städte kennengelernt, die wir sonst vielleicht nie gesehen hätten“, erzählt Rolf Schönhardt. Der 57-jährige Neheimer nahm das „Westfalendiplom“ als Anlass, die nähere Umgebung besser kennenzulernen. „Wir sind heute doch alle so mobil, fahren aber oft an den kleinen und schönen Zielen einfach vorbei“, sagt er. Nun konnte er die „Kleinode vor der Haustür“ kennenlernen.

Das Münsterland hat es dem Neheimer Ehepaar besonders angetan. „Wenn das Wetter schön war, hatten wir auch die Räder dabei“, erzählt Rolf Schönhardt. Und so kombinierten sie vielerorts das Abholen des Diplom-Stempels mit weiteren Ausflügen. Dem Besuch im Kloster Corvey in Ostwestfalen ließen die beiden eine schöne Radtour folgen. „Da sind wir dann die Weser rauf und runter gefahren“, erzählt der Neheimer. Das Mindener Wasserstraßenkreuz zählt zu den Diplom-Zielen.

Auch die lokalen Attraktionen steuerten Rita und Rolf Schönhardt an. Mit dem ÖPNV zum Sorpesee oder mit dem Fahrrad auf den „Sauerland-Ring“ - für beide Ziele gab es Stempel - lagen nah. „Das liegt ja direkt vor der Haustür“, so Schönhardt. Telgte, das Bergbauwerk Ramsbeck, die 800-Jahr-Feier in Bielefeld, Westfalen-Slam Lippstadt, Westfälisch Essen, Stadtgarten Castrop-Rauxel, Freilichtmuseum Detmold, Nixdorfmuseum Paderborn oder Kloster Bentlage sind weitere Ziele des Westfalen-Diploms 2014 gewesen.

Ganz so einfach ist das Stempel-Sammeln nicht - zumindest nicht, wenn man berufstätig ist wie das Ehepaar Schönhardt. Da sowohl Rita (56) als auch ihr Mann in der Pflege arbeiten, sind nicht alle Wochenenden frei. „Wir konnten nur alle 14 Tage losziehen“, erzählt Rolf Schönhardt. Dann aber sei es immer wie ein kurzer Urlaub vor der Haustür gewesen. Für die Schönhardts steht fest: „Man kann in der Heimat richtig viel Schönes entdecken!“