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Nachwuchs übt Ernstfall

30.09.2011 | 22:00 Uhr
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Nachwuchs übt Ernstfall
Früh übt sich, wer einmal eine Feuerwehrfrau oder ein Feuerwehrmann werden möchte.

Arnsberg. Die Jugendfeuerwehr der Stadt Arnsberg probte jetzt mit einer groß angelegten Übung den Einsatz im Ernstfall. Einsatzobjekt war das alte Hallenbad am Arnsberger Feauxweg.

Die angenommene Lage stellte den Feuerwehrnachwuchs vor eine Aufgabe, die sich selbst erfahrene Wehrmänner nicht unbedingt wünschen: Aus ungeklärter Ursache kommt es im Saunabereich des ehemaligen Schwimmbades zu einem Schwelbrand. Da das Gebäude seit langer Zeit leer steht, bemerkt niemand den Brand.

Doch das Feuer breitet sich plötzlich rasant aus. Als die 60 Mädchen und Jungen der Jugendwehr kurz nach 18 Uhr mit Blaulicht und Martinshorn anrücken, soll das Schwimmbad laut Übungsvorgabe lichterloh in Flammen stehen. Vollbrand heißt maximaler Wassereinsatz und so werden schnellstens lange Schläuche ausgerollt und geeignete Standorte für die Pumpen gesucht. Die Ruhr liegt nur wenige Meter entfernt, somit ist die Frage nach der Wasserentnahme kein Thema.

Fünf Pumpen in Stellung

„Die Tragkraftspritzen werden allerdings von den Ausbildern hinunter zur Ruhr getragen, das wäre für die Jugendlichen zu schwer“, erklärt Zugführer Andreas Bertram. Das Vorbereiten der Saugschläuche in Ufernähe klappt wie am Schnürchen, wenig später fördern die Pumpen das Löschwasser zur „Einsatzstelle“. Über so genannte Verteiler geht es auf den Befehl hin „Wasser marsch“ nach vorne in die Strahlrohre.

„Wir haben fünf Pumpen in Stellung gebracht, das bedeutet eine maximale Förderleistung von 5 600 Litern Löschwasser pro Minute“, erklärt Übungsleiter Georg Albersmann vom Löschzug Arnsberg. Viel Bedarf an Wasser heißt auch viel Durchfluss in den Schläuchen. Die Jugendlichen haben dabei besonders mit den dicken „B-Rohren“ zu kämpfen, denn da ist richtig Druck drauf - und das Gleichgewicht zu halten, das fällt dann schon mal schwer.

Ausbilder vor Ort

Aber die Ausbilder stehen mit Rat und Tat zur Seite, vermerken aber auch, was nicht so gut läuft. „Die Ausbilder sollen bei einer Übung auch den Wissensstand überprüfen, um beim Unterricht und in der Praxis besser auf Defizite eingehen zu können“, so der langjährige Ausbilder Wolfgang Ebert vom Zug II.

Die Manöverkritik fiel dann später bei Cola und Bockwurst durchaus positiv aus: „Alles hat gut geklappt“, freute sich auch Stadtjugendfeuerwehrwart Tobias Jakob.

Wolfgang Becker

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