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Mobilität sichert Zukunft der Region

18.01.2016 | 08:00 Uhr
Mobilität sichert Zukunft der Region
Michael Groschek, NRW-Minister für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr, sieht das Land in der Pflicht, das Recht auf Mobilität einzulösen.Foto: Achim Benke

Arnsberg.   Landesverkehrsminister Groschek spricht in Bruchhausen über zukunftsfähige Verkehrsprojekte

Der Bürgerbus ist ein Trumpf-Ass in Nordrhein-Westfalen, darin sind wir Deutscher Meister. Das betonte Michael Groschek, NRW-Minister für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr, bei der öffentlichen Informationsveranstaltung des Bürgerbusverbundes Sauerland-Hellweg.

„Als Verkehrsminister weiß ich, was wir dem ländlichen Raum schulden. Das Land sieht sich in der Pflicht, das Recht auf Mobilität einzulösen“, meint Groscheck. Die Mobilität ist ein wichtiges Mittel für die Zukunft des ländlichen Raumes.

Sie dürfe nicht wegfallen. Für Groschek sind die ehrenamtlichen Fahrer die „freiwillige Feuerwehr des Nahverkehrs“. „Alle Menschen, die sich verlässlich engagieren sind für mich die wahren Helden im Alltag“, betont er energisch.

Er macht aber deutlich, dass der Bürgerbus eine Ergänzung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) ist. „Er ist kein Sparschwein und keine Konkurrenz zum ÖPNV. Es wird keine Hauptamtlichkeit sein und keine Personalkosten fordern“, erklärt der Verkehrsminister.

Drei Projekte bringen Bewegung

Bürgermeister Hans-Josef Vogel eröffnete die Info-Veranstaltung auf dem Gelände des Autohauses Rosier in Bruchhausen und machte vor knapp 130 Besuchern deutlich, wie wichtig der Bürgerbus in der Region ist. Der Vorsitzende der Regionalleitung der DB Regio Bus NRW, Frederik Ley, will neue Wege gehen. Dabei ist der Bürgerbus eine wichtige Funktion, die Zukunft mit dem demografischen Wandel fordert aber mehr.

Er nannte drei weitere Projekte der Deutschen Bahn. Als erstes nannte er das Mitfahrnetzwerk „flinc“: spontane und dynamische Vermittlung zum Mitfahren. „In vielen Autos sind bei Fahrten zwei bis drei Plätze frei. Die kann man durch Mitfahrer nutzen. „Wir stehen noch am Anfang“, so Ley. Mit dem Smartphone oder PC kann man sich bei „flinc“ registrieren.

Punkt zwei ist die Fahrgastinformation in ländlichen Gebieten mit dem „Bus-Radar-NRW“. Mit ihm kann man mit dem Smartphone sehen, wann der Bus an der Haltestelle ankommt.

Lokales
Ehrenamtliche Ergänzung zum Linienverkehr

Der Bürgerbusverbund Sauerland-Hellweg hat seine Wurzeln im 1997 gegründet Bürgerbus-Verein Sundern.

Heute sind im Bürgerbusverbund Sauerland-Hellweg insgesamt zehn Bürgerbusvereine aus den Regionen Sauerland und Hellweg vereint.

Seit dem 20. Juli 2015 fährt auch in Arnsberg der Bürgerbus montags bis samstags zwei Mal täglich zwischen Wennigloh und Niedereimer auf zwei Linien.

Haltestellen liegen an wichtigen Punkten, wie etwa Supermärkten, Marktplätzen, Krankenhäuser oder Friedhöfen.

Ein ganz wichtiges Projekt wird in Zukunft in der Region der „medibus“. Dies ist ein Ergebnis des Besuchs von Verkehrsminister Michael Groschek in Arnsberg beim Bürgerbusverbund. „Der ‚medibus‘ soll die medizinische Versorgung und Mobilität in ländlichen Regionen vereinen“, erklärt der Frederik Ley von der DB Regio Bus.

Das neue Angebot unterteilt sich in drei Leistungsbereiche. Es ist die Durchführung und Optimierung von Patientenfahrten, eine mobile medizinische Infrastruktur und eine Forschung und Entwicklung an der Schnittstelle Medizin und Mobilität. „Der zukünftige Ärztemangel stellt Herausforderungen für die medizinische Versorgung“, so Ley. Es wird die „Rollende Landarztpraxis 2.0“ werden.

Dazu werden Linienbusse zu mobilen Arztpraxen umgebaut. Hierzu sind aber noch viele Gespräche mit Ärzten, Krankenkassen notwendig. Sunderns Bürgermeister Ralph Brodel bot an, das Projekt „medibus“ im HSK als erste „medibus-Region“ in NRW zu starten.

Angesichts der immer schwieriger werdenden Versorgungslage forderte Verkehrsminister Groschek: „Dann lasst uns jetzt nicht reden, sondern lasst es uns machen.“ Das Konzept zum „medibus“ stehe soweit, es stünden allerdings noch Gespräche mit Ärztevereinigungen und Krankenkassen an, so Frederik Ley. Der SPD-Bundestagsabgeordnete Dirk Wiese sagte, der HSK sollte sich dafür einsetzen, bei diesem Projekt Pilotregion zu sein.

Achim Benke

Kommentare
18.01.2016
14:11
Mobilität sichert Zukunft der Region
von Linksfraktion | #1

Und weil Mobilität ist ein so wichtiges Mittel für die Zukunft des ländlichen Raumes ist, wie Herr Minister richtig feststellt, brauchen wir in dieser...
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2016-01-18 08:00
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