Mit viel Liebe und Geduld

Hündin Dala
Hündin Dala
Foto: WP

Sundern..  „Niemandem kann etwas besseres passieren, als einen Hund zu adoptieren“, meint Jessica Blauth. Obwohl ihre Beziehung zu „Dala“ sehr viel Nerven und auch Tränen gekostet hat, wie uns die junge Frau aus Sundern schreibt.

Alles begann 2009 in Paderborn, wo Jessica studierte – und unter der Woche auch wohnte. Im dortigen Tierheim half sie als „Gassigängerin“ aus. „Dala“, ein En­glisch-Setter/Pointer-Mix, damals etwa drei Jahre alt – kam aus einer spanischen Tötungsstation. Nach der Quarantänezeit gingen die beiden öfters spazieren. „Ich war damals nicht aktiv auf der Suche nach einem Hund – aber es war Liebe auf den ersten Blick. Diese Augen, der nette Charakter und dann auch noch diese bezaubernden Punkte“, erinnert sich die Studentin an das Kennenlernen...

Nach kurzer Probezeit zog die „Spanierin“ dann bei Jessica ein; noch sehr abgemagert und nicht wirklich in Deutschland angekommen. „Ich war der glücklich­ste Mensch auf der Welt“, beschreibt Frauchen ihre Gefühlslage. Nach einigen Tagen taute Dala immer mehr auf, kam endlich an – und das komplette Chaos begann!

Dana wurde mit jedem Tag selbstbewusster und aktiver. Sie war nicht stubenrein, nutzte jedes kleine Loch, um das Weite zu suchen. Sie war so abgemagert, dass ihr einziges Ziel die Futtersuche war...

Einzelstunden in einer Hundeschule folgten – doch: „Dala ­hatte alles im Kopf, außer mit mir zusammen zu arbeiten...“, erzählt ihre Besitzerin. Als Jessica dann zurück nach Sundern zog, musste schnell eine neue Hundeschule her, denn: „Der Hund fing an, mir den letzten Nerv zu rauben.“ So zerstörte Dala binnen Sekunden die gesamte Wohnungseinrichtung, wollte einfach nicht stubenrein werden und hatte immer noch diesen unfassbaren Drang zur Freiheit, der nach einiger Zeit zum Jagddrang wurde.

Eine neue Hundeschule mit „nonverbaler Kommunikation“ konnte nicht helfen.

Vor eineinhalb Jahren kam dann die Wende zum Guten. „Ich lernte endlich eine Hundetrainerin kennen, die mir die Augen öffnete“, so Jessica. Diese Dame war begeistert von Dala, machte Frauchen klar, dass das Problem nicht beim Vier- sondern beim Zweibeiner lag...

Gemeinsames Leben umgekrempelt

Das Duo krempelte sein gemeinsames Leben komplett um, beide lebten zusammen alle jagdlichen Dinge aus – gezielte Auslastung! „Und wir machen so weiter – bis der Hund alt wird und einige dieser Dinge nicht mehr schafft“, gibt ­Jessica alles für Dala. „Heute habe ich eine Beziehung zu meinem Hund, die man nicht in Worte fassen kann“, sagt die Sundernerin glücklich.

Geraubte Nerven und Tränen sind vergessen, beide betreiben sogar eine kleine Hundepension!“