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Karneval

Mit „Schinkenhäger“ getauft

08.11.2015 | 18:00 Uhr
Mit „Schinkenhäger“ getauft
Die beiden KLAKAG-Neusenatoren Dagmar Freimuth und Wolfgang Becker mit ihren Taufpaten und der Prinzengarde.Foto: Wiebke Becker

Arnsberg.  Dagmar Freimuth und Wolfgang Becker sind neue Senatoren der KLAKAG.

Vier Tage vor dem Elften im Elften die „Fünfte Jahreszeit“ zu eröffnen, und das noch in karnevalistischen Uniformen, wäre bei den Glaubensbrüdern am Rhein ein undenkbares Sakrileg. Glücklicherweise sehen die Sauerländer Narren diese Vorschrift aus dem Dunstkreis der närrischen Metropolen Köln und Düsseldorf etwas entspannter. Zumindest in Arnsberg gibt man sich gelassen, hier feierten die Aktiven der Kleinen Arnsberger Karnevalsgesellschaft (KLAKAG) bereits am Samstag mit dem Ordensfest den Beginn der Session.

Pünktlich um 11 Uhr 11

Punkt um 11 Uhr 11 marschierten Prinz Alexander (Pusch) „der jecke Schütze“ zusammen mit seinem Gefolge in den Rittersaal des Alten Rathauses ein. Sitzungspräsident Lars Meißner begrüßte mit einem dreifachen „Helau-Mäntau“ die KLAKAG-Aktiven und die Abordnungen der befreundeten Vereine.

Melanie Orth wurde nach jahrelangem Einsatz als Pagin mit einem Blumenstrauß herzlich verabschiedet. Eine Überraschung hatte der amtierende Prinz Alexander für die Vorstellung seines Sessionsordens parat, diese wurde von der Dudelsackgruppe „Ninive Highlander“ stimmungsvoll untermalt – ein Gänsehaut-Moment für alle Anwesenden.

Der Orden zeigt in der Mitte den Glockenturm, umrahmt vom Wappen der KLAKAG. „Was dem Kölner sein Dom, ist dem Arnsberger sein Glockenturm“, scherzte Prinz Alexander. Seine zweite Liebe – das Schützenwesen – zeigt sich im Vereinswappen des Schreppenberger Schützenvereins.

Tribut an Köln als Geburtsstadt des Karnevals und die enge Verbundenheit der Stadt Arnsberg zur närrischen Hochburg zollt das Stadtemblem Kölns. In der Brust von Prinz Alexander schlagen nicht nur das Schützen- und Karnevalsherz, sondern auch der Fußball hat es ihm angetan. Natürlich als eingefleischter Fan des 1. FC Köln.

Nach einer erfolgreichen Session mit zahlreichen Auftritten wurden Schloßspätzchen Kimberley Brandenburg und Schloßtäubchen Sina Orth verabschiedet. Als Nachfolger wurden Anna-Lena Roth und Theresa Müller vorgestellt.

Die Prinzengarde widmete ihren Auftritt dem leider viel zu früh verstorbenen Hans Rath, die Powerländer sangen sein Lieblingslied „Echte Fründe“ von den Höhnern.

Herzlichkeit und Chronistenpflicht

Senatspräsidentin Tika Kurth stellte dann die Neusenatoren vor. Diese Ehre wurde für ihr soziales Engagement Dagmar Freimuth zuteil. Die gelernte Erzieherin und Leiterin des Sozialen Dienstes der Caritas setzt sich in hohem Maße über ihre berufliche Tätigkeit hinaus für das Wohl der Mitmenschen ein. Immer da, wo sie sieht, „hier ist Not am Mann“, bietet sie ihre Unterstützung an.

Ihre Freizeit verbringt sie gerne mit Familie und Freunden und auch das Kochen und Backen zählt zu ihren Hobbys. Die Neu-Senatorin kann auf den Beistand der geistlichen und weltlichen Kräfte zählen, denn als Taufpaten fungierten Probst Hubertus Böttcher und die stellvertretende Bürgermeisterin Rosemarie Goldner.

Als Vertreter des männlichen Geschlechts wurde Wolfgang Becker zum Senator ernannt. Der gebürtige Arnsberger ist durch seine langjährige Berichterstattung für die WESTFALENPOST stadtbekannt und ist dafür nicht nur bei Bränden, Un­fällen und Verbrechen vor Ort, sondern begleitet die Vereine bei ihren zahlreichen Veranstaltungen.

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Seine Hobbys drehen sich allesamt um seine Heimatstadt Arnsberg – sei es das Fotografieren für die Lokalzeitung oder Recherchieren der Stadtgeschichte. Die Taufe nahmen Erika Hahnwald und Peter Hansknecht vor. Traditionell wurden die beiden Neu-Senatoren mit Schinkenhäger getauft und erhielten ihre Senatorennamen. Dagmar Freimuth ist jetzt die Senatorin „Der Herzlichkeit“ und Wolfgang Becker ist der Senator „Der kurkölnische Schreiber, der immer hautnah am Geschehen ist“.

Viel Applaus für Mira Meißner

Zu Ehren der Neu-Senatoren erklang das Rathaus-Glockenspiel mit dem alten Pröpperlied „Westfalenland, Westfalenland ist wieder außer Rand und Band“. Viel App­laus gab es für den Auftritt von Turniermariechen Mira Meißner.

Wiebke Becker

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Mit „Schinkenhäger“ getauft
Mit „Schinkenhäger“ getauft
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2015-11-08 18:00
Arnsberg