Mit Picknicktafel und Musik

Lassen es sich schon einmal probeweise auf der Klosterbrücke schmecken: Stadtplaner Thomas Vielhaber mit Vertretern von Stadt, „Wir in Arnsberg“ und Verkehrsverein. Rechts Organisator
Lassen es sich schon einmal probeweise auf der Klosterbrücke schmecken: Stadtplaner Thomas Vielhaber mit Vertretern von Stadt, „Wir in Arnsberg“ und Verkehrsverein. Rechts Organisator
Foto: WP

Arnsberg..  Die Tafel ist gedeckt: Am 9. Mai wird im Rahmen des bundesweiten „Tages der Städtebauförderung“ die Fertigstellung von Brückenplatz und Klosterbrücke gefeiert. Unter anderem mit einer großen Picknicktafel und Live-Musik auf der Klosterbrücke. Die Veranstaltung, deren Programm von verschiedenen Bürgergruppen mitgestaltet wird, soll den Blick auf markante Projekte lenken, die in den vergangenen Jahren ohne Fördermittel von Bund und Land nicht hätten realisiert werden können.

Und das sind nicht wenige, wie Stadtplaner Thomas Vielhaber am Mittwoch bei der Vorstellung des Programms erläuterte. Einige Schlagworte: Stadtumbau West mit Neugestaltung des Bahnhofsumfeldes, Kloster Wedinghausen mit Glashaus, Blaues Haus, Musikschule HSK in der ehemaligen „Krone“ und zahlreiche Projekte im Rahmen des Denkmalschutzes. „Auch in die gestalterischen Spitzen von Brückenplatz und Klosterbrücke sind Mittel geflossen. Deshalb ist die Klosterbrücke der richtige Ort zum Feiern.“

Mit dem erstmals ausgerichteten Tag der Städtebauförderung will der Bund nun einmal öffentlich auf seine Beteiligung an städtebaulichen Vorhaben aufmerksam machen, deren Ziel die lebendige Innenstadt ist. Diese Veranstaltung soll, so Thomas Vielhaber, künftig in jedem Jahr über die Bühne gehen. Doch zurück zum 9. Mai in Arnsberg, einem Samstag:

Tag der Städtebauförderung

Mit einem großen Picknick auf der Klosterbrücke - die Tafel reicht für 160 Personen - wird natürlich besonders die Fertigstellung des Straßenzuges zwischen Kreisverkehr Bömerstraße und Kreuzung Brückenplatz/Clemens-August-Straße gefeiert. Die 20 Tische werden schön eindeckt, erklärte Karin Hahn als Geschäftsführerin des Verkehrsvereins, aber die Teilnehmer sollten schon ihre eigenen Speisen mitbringen. Doch selbstverständlich besteht auch die Möglichkeit der Vor-Ort-Versorgung - in Zelten auf der Klosterbrücke werden zum Beispiel der Bio-Laden „Regenbogen“ und das Café Spindeldreher für das leibliche Wohl sorgen. Ebenso wie ein Bratwurst- und ein Getränkestand.

Wichtigstes Anliegen neben dem baulichen Aspekt ist, „dass wir die Menschen an der langen Tafel miteinander ins Gespräch über die verschiedenen Bauvorhaben bringen möchten,“ wie es Liberto Balaguer erläuterte, der als Externer die entsprechenden Planungen für die Stadt koordiniert. Deshalb gehe es am 9. Mai auch nicht nur um Steine, sondern besonders um die Menschen, die sich in vielfältigster Form in ihrer Stadt engagieren. „Und dazu wollen wir weiter motivieren.“

Bürgergruppen aktiv beteiligt

Denn auch die werden sich dann - allerdings nur einige Gruppen - präsentieren und den Tag aktiv mitgestalten. Wie das Feuerwehrmuseum „Brennpunkt“, dessen Mitglieder, so Balaguer, einen Pendelverkehr mit historischen Einsatzfahrzeugen ab Kreisel Bömerstraße zum Museum am Bürgerzentrum Bahnhof einrichten werden.

Und wer es gerne sportlich mag, der kann die Baukultur in Arnsberg im wahrsten Sinne des Wortes laufend erleben - beim „SightRunning“ als informativer Landschafts- und Stadtführung über eine Strecke von 8 Kilometern mit teils kräftigen Anstiegen.

Besucher können sich zudem an einem Infomobil auf der Klosterbrücke umfassend über Stadtumbau und Städtebaulichen Denkmalschutz informieren und sich Tipps geben lassen, was im Rahmen der Veranstaltung so alles zu erleben ist. Die Organisatoren haben natürlich die Kinder bzw. Jugendlichen nicht vergessen. Für diese wird die Firma Hilgenhaus am Brückenplatz eine „Kinderbaustelle“ mit echten Baggern errichten, auf denen der „Baggerführerschein“ erworben werden kann.

Und: Nach Möglichkeit soll die vorgesehene Brückenmöblierung - Ruhebänke und restaurierte Nepomuk-Figur - zum 9. Mai installiert werden. Damit alles passt.

Info

Die Veranstaltung am Samstag, 9. Mai, läuft von 11 bis 15 Uhr auf der Klosterbrücke als zentralem Anlaufpunkt.

An diesem Tag ist der Abschnitt von Kreisverkehr Bömerstraße bis Brückenplatz/Höhe Jahn­straße von 8 bis ca. 18.30 Uhr gesperrt.

Eröffnet wird die Veranstaltung um 11 Uhr von Bürgermeister Hans-Josef Vogel.

Unter dem Motto „Eine Stadt wird digital“ eröffnet Vogel zugleich auch einen neuen Freifunk-Bereich, in dem künftig jeder Bürger kostenlos surfen kann.

Präsentieren werden sich an diesem Tag u.a. die Bürgergärten, wo sich nun mit QR-Codes die Geschichte entdecken lässt.

Im Lichtturm werden „Postkarten von anno dazumal“ als Diashow gezeigt.

Im „Blauen Haus“ am Alten Markt ist die Nawrath-Ausstellung „Blaue Bilder im Blauen Haus“ zu sehen.

Im Bürgerzentrum Bahnhof gibt es Kindertrödel, heiße Waffeln und Führungen. Im Lichthaus wartet eine Ausstellung von Dennis Rudolph, Berlin