Mit Brückencenter geht's aufwärts
30.07.2008 | 17:58 Uhr 2008-07-30T17:58:28+0200Arnsberg. "Boom im Brückencenter". Noch ist es nicht ganz soweit. ...
... Geht es aber nach Matthias Ulrich, Prokurist bei "ziag Immobilien", dem Besitzer und Betreiber, dann stehen dem Einkaufszentrum im Herzen der Neustadt nach bewegten Jahren rosa Zeiten bevor. Der Asset Manager wendet sich gegen schnellen "Kauf und Verkauf". Bei "ziag-Immobilien" lege man Wert auf klassische Bestandhaltung. Hier werde langfristig ins Brückencenter investiert, versprach Ulrich.
In den vergangenen Monaten seien insgesamt vier neue Mietverträge über eine Fläche von insgesamt rund 1160 Quardratmeter unterzeichnet worden. Nach dem erfolgreichen Start des Bistro KIO, dem TEDI-Markt mit einer Verkaufsfläche von 450 Quadrametern, habe man nun größere Bereiche des Obergeschosses an das Unternehmen G+W Wahler vermietet. Ab dem 1. September wird der Modemarkt Zeemann auf 350 Quadratmeter Textilien anbieten.
Erfreulich für Matthias Ulrich: "Mit dem Betreiber des Geschäfts Jeans Fritz wurde das Mietverhältnis über die Fläche von 180 Quadratmeter verlängert und zudem der Vertrag mit dem Inhaber der Eisdiele Fortenbacher erneut unterzeichnet." Darüberhinaus plane ziag 100 000 Euro in die Neugestaltung der Ladenfläche von Woolworth zu stecken, die bereits 29 Jahre Mieter im Center sind.
Das Immobilien-Management wolle auch in Zukunft vermehrt in die Haustechnik investieren. Nachhaltigkeit spiele da eine entscheidende Rolle. "Wir müssen das Parkhaus anpacken und auch Farbe an die Wände bringen", verspricht der Prokurist, der sich von seinem Büro in Düsseldorf aus und von seinem Wohnsitz Dortmund persönlich stärker um das Brückencenter kümmern will.
Nach den neuen Mietverträgen geht der Betreiber derzeit von einem Leerstand von etwa 500 Quadratmetern aus. Die fünf kleinen Flächen sollen möglichst mit ortsansässigen Firmen gefüllt werden. Hier sollen örtliche Makler stärker angesprochen werden. Bis zum Jahre 2009 soll "Leerstand" der Vergangenheit angehören.
Ein wenig Kopfzerbrechen bereitet Ulrich der Europaplatz. Hier sei die Stadt gefordert, die Szene zu verändern, sagt er.
Wenn sich dort generell was tue, wolle man sich nicht quer stellen auch in den Vorplatz zu investieren. Vielleicht mit einem größeren Spielgerät für Kinder, meint der Manager.
Leidiges Thema Rauchen: "Von einem generellen Rauchverbot in den überdachten Laufflächen, das die ziag verhängen könnte, wird derzeit abgesehen. Wir appellieren stattdessen an die Vernunft der Besucher, aus gesundheitlichen Gründen auf Rauchen zu verzichten," sagt Matthias Ulrich

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