Mehr Seife statt mehr Ferien
11.08.2009 | 17:14 Uhr 2009-08-11T17:14:00+0200Arnsberg/Sundern. Erleichterung bei den Leitern der Schulen in Arnsberg und Sundern. Eine Ferienverlängerung wegen der Schweinegrippe hätte erhebliche Probleme gebracht. Jetzt beginnt die Schule regulär am Montag — unter verschärften Hygienevorschriften.
„Das ist die richtige Entscheidung gewesen”, sagt Klaus Ullrich, Leiter des Gymnasiums Laurentianum in Arnsberg. „Eine Ferienverlängerung hätte einiges durcheinander gebracht”, ist auch sein Kollege Karl-Hermann Rollke vom Gymnasium Sundern erleichtert.
„Eine Verlängerung hätte zur Folge gehabt, dass wir den Unterrichtsstoff noch weiter hätten verdichten müssen”, zeigt Klaus Ullrich eine Konsequenz auf. Probleme hätte es auch mit der Terminierung der Studienfahrten gegeben und bei den Einführungs-Aktionen für die Schulneulinge.
Auch berufstätige Eltern, die sich darauf verlassen haben, dass am Montag die Schule beginnt und ihre Kinder beispielsweise in einer (offenen) Ganztagsschule unterrichtet und betreut werden, dürfen erleichtert aufatmen.
Dennoch nimmt man die möglichen Gefahren durch die Schweinegrippe ernst. Für heute sind alle Schulleiter aus dem gesamten Hochsauerlandkreis nach Meschede geladen. Dort werden das Schulamt und das Gesundheitsamt darüber informieren, mit welchen hygienischen Maßnahmen der Ausbreitung der Grippe ein Riegel vorgeschoben werden kann. „Und es wird auch Verhaltens-Tipps geben, wie zu verfahren ist, wenn ein Kind in der Klasse krank wird”, sagt Martin Reuter, Pressesprecher des Hochsauerlandkreises.
Über die Schulleiter sollen Ende der Woche auch die anderen Lehrerinnen und Lehrer informiert werden. Und am Montag bekommen alle Kinder einen Info-Flyer mit nach Hause, in dem für die Eltern einige Verhaltensregeln mitgeteilt werden.
Viele Schulen sind aber auch schon während der Ferien aktiv geworden. So sind am Arnsberger Laurentianum und am Gymnasium Sundern die Vorräte mit Flüssigseife und Papierhandtüchern kräftig ausgebaut worden.

08:55
Wenn da ein paar Leute eine normale Grippe hätten oder eine Erkältung, ob dann auch alle son Theater machen würden? Und alles nur weil die Pharmaindustrie eine neue Modekrankheit erfunden hat um die Finanzen anzukurbeln. So ohne weiteres stirbt man schon nicht daran und wenn man zum Arzt geht ist man in ein paar Tagen wieder fit. Man man man was für ein Zirkus.Es gibt auch Leute die fahren mit ihren Kinder wenn die einen Schnupfen haben aus dem Sauerland zum Professor in die Spezialklinik nach Bochum. Es wird ganz schön übertrieben....................
21:20
@kuckuckil
Ja, genau deshalb sollte man sich öfter die Hände waschen und nicht in der Nase popeln. Eben wegen der Tröpfeninfektion.
19:07
Viele Berufstätige haben dieser Entscheidung wahrscheinlich ängstlich entgegen gesehen. Nicht jeder kann bei der Kinderbetreuung auf Oma u. Opa zurückgreifen.
Panik-Mache bringt jetzt auch keinen weiter. Was ist denn z.B. mit unseren Industriebetrieben? Die kann man schließlich auch nicht einfach schließen.
Wenn die Schulen geschlossen blieben, dann dürfte man unsere Kinder auch nachmittags nicht mehr zu Ihren Aktivitäten lassen. Sportverein, Jugendheim, Schwimmverein, überall kann man sich theoretisch anstecken.
Man sollte schon etwas vorsichtiger durch die Welt sehen aber das Leben nicht vergessen.
Ich befürworte diese Entscheidung sehr.
17:52
Als wenn vermehrtes Händewaschen eine echte Epedemie verhindern könnte. War nicht von Tröpfcheninfektion die Rede?