Mehr als nur der Gewinn eines europäischen Fußball-Cups

Caritas-Fußballteam nach dem Sieg in Polen.
Caritas-Fußballteam nach dem Sieg in Polen.
Foto: Martin Haselhorst

Arnsberg..  Den Pokal hält Wasilli Metzger stolz in seinen Händen. In seinem Glanz spiegeln sich Erinnerungen an beeindruckende Tage im polnischen Torun. Die Fußballmannschaft der Arnsberger Caritas-Werkstätten kehrte von dort als Sieger eines Internationalen Fußball-Cups für Menschen mit Behinderungen zurück. Torjäger Wasilli, ein gebürtiger Kasache, war Teil des siebenköpfigen Teams.

Der „Seni-Cup“, benannt nach einem international agierenden und sozial engagierten Sponsors und Organisators, genießt in der Szene den Ruf einer Europameisterschaft. Über den Erfolg bei der deutschen Ausscheidung hatte sich das Arnsberger Team qualifiziert.

Geboten wurde den geistig behinderten Kickern, die neben ihrer Arbeit in den Caritas-Werkstätten einmal pro Woche gemeinsam auf dem Sportplatz in Gierskkämpen trainieren, ein würdiger Rahmen. „Hier wurde sich wirklich sehr viel Mühe gegeben“, so Gruppenleiterin Andrea Alex. Stadtführung, Rahmenprogramm, Begrüßungszeromonien und feierliche Siegerehrungen: „Das war richtig schön“, freut sich Team-Routinier Alex Kolb..

Sportler aus acht Nationen

Und auch auf dem Platz lief es. Nach vier Siegen in fünf Spielen stand der Gruppensieg fest. Das erlösende Tor im letzten Spiel schoss Matthias Klauke. „Da sind dann alle Dämme gebrochen“, erinnert sich Gruppenleiter Andreas Schneider. Er sprang beim Turnier für den langjährigen Trainer Elmar Nagel ein. Torwart Stefan Schau hielt den Kasten sauber. „Und ich habe hinten aufgeräumt“, berichtet Alex Kolb stolz. Weitere Spieler im Team waren Alexsej Keller, Daniel Möller und Raphael Kanzelista.

Für die Caritas-Kicker war die Polen-Tour ein echtes Erlebnis. Eine weite Reise, Begegnung mit Sportlern aus 30 Teams aus acht Nationen und viele neue Eindrücke. Klar, dass der Förderverein der Caritas-Werkstätten diese sportliche Tour gerne unterstützt hat. Zum Siegerempfang in Oeventrop kam jetzt auch Geschäftsführer Christian Stockmann.

Der Sport hat eine positive Wirkung auf die behinderten Mitarbeiter: „Er vermittelt eine Einstellung für Bewegung und Körper und ein Bewusstsein, sich für das Training organisieren zu müssen“, so Andrea Alex.