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Martinspreis geht an schnelle Retter

05.11.2013 | 14:00 Uhr
Martinspreis geht an schnelle Retter
Das Team der „First Responder Hellefeld uU“ im Gründungsjahr 2009.Foto: WP

Sundern. Schnell zu sein ist in ihrem „Job“ unerlässlich – und sie sind schnell, die „First-Responder“ aus Hellefeld und Umgebung. Natürlich vor allem dann, wenn es darum geht, Menschenleben zu retten.

Doch auch im „Netz“ sind die ehrenamtlichen Retter schnell unterwegs: Kaum hatte die Bürgerstiftung Sundern telefonisch mitgeteilt: „Herzlichen Glückwunsch! Sie, die First-Responder Hellefeld uU haben den Grundgedanken des Hl. Martin im täglichen Leben umgesetzt und mit Leben gefüllt. Daher sind sie zum Preisträger 2013 gekürt worden“ – da war die „frohe Botschaft“ auch schon auf der Homepage der Responder zu lesen
( www.hilfe-für-hellefeld.de )

„Diese Nachricht freut uns sehr – vielen Dank“, so die insgesamt 21 ehrenamtlichen Notfallhelfer.

Gemeinsam mit den Hellefeldern freuen sich die Meinkenbrachter Ersthelfer e. V., denn auch ihr Verein erhält den Martinspreis.

Fünfte Preisverleihung

„Im fünften Jahr der Verleihung werden die First-Responder aus Hellefeld und Meinkenbracht für ihr besonderes ehrenamtliches Engagement geehrt“, heißt es aus Reihen der Jury. Die insgesamt rund 40 Bürgerinnen und Bürger beider Gruppen haben sich in Eigeninitiative zu medizinischen Notfallhelfern ausbilden lassen, kümmern sich in ihren Ortsteilen um die schnelle Erstversorgung von akuten medizinischen Notfällen.

Bedingt durch ihre örtliche Präsenz, sind sie häufig noch vor Eintreffen des Rettungsdienstes/Notarztes bei den Patienten und ­leisten diesen mit qualifizierten basismedizinischen Maßnahmen Hilfe.

(Über)lebenswichtig, denn – je nach Jahreszeit – kann es durchaus 20 Minuten oder länger dauern, bis der Notarzt eintrifft, und bei akuter Gefährdung könnte es dann ­bereits zu spät sein. „Dieses soziale Engagement, das gezielt da ansetzt, wo es um akute und aktive gesundheitliche Hilfe am Nächsten geht, soll in diesem Jahr besonders geehrt werden“, begründet die Bürgerstiftung ihre Wahl, „die Ersthelfer tragen dazu bei, die Lebensqualität der Menschen in unseren Ortschaften abzusichern.“

Es ist eine gute Wahl, wie ein Blick auf das vielfältige Wirken beider Preisträger zeigt:

Die 2009 gegründeten „First-Responder Hellefeld uU“ haben derzeit 21 aktive Notfallhelfer in ihren Reihen. Koordiniert werden ihre Einsätze von der Rettungsleitstelle des Hochsauerlandkreises in Meschede, die bei jedem Einsatz im Gebiet Hellefeld, Altenhellefeld, Herblinghausen automatisch auch die Responder alarmiert. Die Gruppe finanziert sich ohne öffentliche Fördermittel ausschließlich durch Mitgliedsbeiträge, Spenden und Sponsoring. Seit ihrer Gründung wurden die Hellefelder zu 90 Einsätzen gerufen, waren nach durchschnittlich vier Minuten am Einsatzort (!). Insgesamt 95 (Notfall-)Patienten wurden bisher uneigennützig und ­kostenlos behandelt.

Noch länger aktiv im Dienst für die Allgemeinheit sind die „Meinkenbrachter Ersthelfer“.

Seit April 2007 kümmern sich rund 20 Notfallhelfer dieses ­gemeinnützigen Vereins um ihre Mitmenschen. Die Finanzierung erfolgt auch in Meinkenbracht durch Mitgliedsbeiträge, Spenden und Fördergelder.

Alle Ersthelfer sind außerdem dem Malteser-Hilfsdienst als Mitglieder beigetreten, der sie zwar nicht finanziell, aber im Schulungsbereich unterstützt. Seit Gründung wurden etwa 40 Einsätze in unterschiedlichsten Bereichen (Herzinfarkte, Kradunfälle, Kreislauf­kollaps, Atemnot, etc) gefahren.

Reichlich Bewerbungen gesichtet

Bewerber für den mit insgesamt 5000 Euro dotierten Martinspreis gab es auch 2013 reichlich. „Jeder Vorschlag, der eingereicht wurde, ist gut und hätte eine Auszeichnung verdient“, betont die Stiftung. Die Vorschläge zeigten auf, in welch vielfältiger Form und uneigennütziger Art sich Einzelpersonen, aber auch Gruppen und Vereine um ein funktionierendes Gemein- und Sozialleben kümmern.

Die Jury habe sich der anspruchsvollen Auswahl gestellt und sich ihren Entschluss nicht leicht gemacht.

Torsten Koch

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2013-11-05 14:00
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