Literaturkurs des FSG begeistert

Der Literaturkurs des FSG.
Der Literaturkurs des FSG.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
„Unsere kleine Stadf“ ist ein Dauerbrenner des Schülertheaters. Und doch schaffte es der Literaturkurs des Franz-Stock-Gymnasiums Hüsten mit der Aufführung des Stücks auf seine Art zu begeistern.

Neheim/Hüsten..  Eine düstere, unheimliche Atmosphäre, irgendwo in der Stille ruft ein Käuzchen und die Gesichter der Anwesenden scheinen wie versteinert zu sein. Alle sitzen sie auf ihren Plätzen, um sie herum Grabsteine und Blumengestecke. „Vorbei”, schallt es durch den Saal und die Szene endet. Ein Junge erscheint auf der Bühne und trifft auf einen alten Herren, der ihm versucht etwas über das Leben an sich zu erzählen.

Eine eigene Version des Stücks

Damit nimmt das Theaterstück „Unsere kleine Stadt” ihren Anfang. Der Literaturkurs des Franz- Stock-Gymnasiums präsentierte am vergangenen Donnerstag und Freitag ihre eigene Version von Thornton Wilders verfasstem Stück im Kulturzentrum am Berliner Platz.

Ganze neun Monate nahm die Produktion des Stückes in Anspruch, indem die Proben durch intensive Wochenenden erfolgten. Die geförderte Zusammenarbeit mit dem Projekt „Schools on Stage” brachte den jungen Nachwuchstalenten die Kunst der Schauspielerei näher und die wahre Bedeutung des Theaterwesens. Dabei konnten sie ihrer Kreativität freien Lauf lassen – Grenzen gab es keine!

Zeitlos aktueller Stoff

„Die Schüler sollen auf der Bühne Spaß haben und miteinander agieren. Außerdem soll die Handlung ihnen Elemente für ihr eigenes Leben mitgeben und sie für die Zukunft motivieren”, beantwortete Maike Rohkrähmer, die Produktionsleiterin des Kurses, die Frage, weshalb genau dieses Stück in Literatur behandelt wurde. Das Stück selbst erzählt vom Alltag, der großen Liebe und dem Tod. Dabei werden vorallem die Fragen in den Vordergrund gestellt: Wer bin ich und wie möchte ich mein Leben gestalten? Was ist der Sinn des Lebens? „Das Leben hat keinen Sinn außer dem, den wir ihm geben”, sagte einst Thornton Wilder und fasst damit die Thematik der Handlung zusammen.

Das Publikum genoss das Schauspiel der dramatischen Handlung in vollen Zügen und ließ sich in der Pause von selbstgebackenen Cupcakes verwöhnen.

Als das Stück sein Ende nahm und die Schauspieler sich ein letztes Mal auf der Bühne zeigten, brandete großer Beifall seitens der Zuschauer los, der nicht enden wollte. Die Aufführungen von „Unsere kleine Stadt” war ein voller Erfolg und wird den Mitwirkenden, sowie den Zuschauern noch lange im Gedächtnis bleiben. Der Ausruf „Grover’s Corners Sentinel” des Zeitungsjungen in der Früh wird sie immer an das besondere, epische Erlebnis erinnern.