Lins mahnt Politik zur Sacharbeit

Bürgermeister von Sundern Detlef Lins
Bürgermeister von Sundern Detlef Lins
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Bürgermeister Detlef Lins aus Sundern sieht in der Kritik an seine interne Anweisung an seine Mitarbeiter bezüglich der Kommunikation zur Politik einen erneuten Versuch aus politischen Kreisen, sich an seiner Person „abzuarbeiten“. Er mahnt zur Sachpolitik.

Sundern..  Die SPD Sundern spricht vom „Maulkorb“ für Verwaltungsmitarbeiter, die CDU im Ort zeigt sich irritiert und der Bürgermeister Detlef Lins sieht in der am Wochenende aufgekommenen Kritik an einem internen Verwaltungsschreiben einen erneuten Angriff gezielt auf seine Person. „Ich habe den Eindruck, dass sich einige Herren der Kommunalpolitik immer noch vorrangig an meiner Person abarbeiten“, so Lins in einer Stellungnahme. Er fordert in klaren Worten alle politischen Vertreter auf, „keine weiteren Nebenschauplätze zu eröffnen“ und sich auf „Sacharbeit im Sinne unserer Heimatstadt“ zu konzentrieren.

Detlef Lins rechtfertigt das Schreiben, das Mitarbeitern der Verwaltung untersagt, gegenüber der Politik direkt Auskünfte zu geben, Termine zu vereinbaren und Absprachen zu treffen. Das habe künftig über den Bürgermeister oder den Beigeordneten zu laufen. Hintergrund sei ein Vorfall in Amecke gewesen, als sich von politischer Seite nicht an Absprachen gehalten worden sei. Das habe auch Mitarbeiter „äußerst verunsichert“. Der Ältestenrat sei über den Ablauf informiert worden, so Lins. Das Schreiben an die Mitarbeiter sei in diesem Kreise auch angekündigt worden.

„Es soll nicht die Kommunikation mit den Verwaltungsmitarbeitern verhindert werden“, so Lins, „es geht lediglich darum, dass die Verwaltungsführung naturgemäß wissen will, wer sich wann mit wem zu welchen Thema zusammensetzt“. So etwas sei in anderen Behörden auch üblich. Die SPD Sundern, so Michael Stechele, erwägt rechtliche Schritte gegen die Anordnung.