Linke und SBL: Museumspläne wieder bei Null

Das Sauerlandmuseum in Arnsberg.
Das Sauerlandmuseum in Arnsberg.
Foto: WP Ted Jones

Hochsauerlandkreis..  „Die ‘Sauerländer Bürgerliste’ würde es begrüßen, wenn auf den Anbau in den Hang ganz verzichtet würde“, schreibt SBL-Fraktionschef Reinhard Loos in einer Stellungnahme zur notwendigen Neuplanung des Aus- und Umbaus rund um das Arnsberger Sauerlandmuseum (wir berichteten). Falls sich dafür keine Mehrheit im Kreistag findet, müsse zumindest sichergestellt werden, dass der Hang unangetastet bleibt und etwaige Neubauten nicht im Hang, sondern neben und auf dem Hang erfolgen, ohne dass dessen Stabilität in irgendeiner Weise gefährdet wird, so der Briloner weiter. Abgrabungen an Hängen in der näheren Umgebung hätten gezeigt, „dass das Gestein in dieser Gegend nicht besonders standfest ist“. „Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass sich die bis Herbst 2017 geplante Schließungszeit des Sauerlandmuseums nicht weiter verlängert und der bisherige Kostenrahmen von 12,6 Mio. Euro nicht überschritten, sondern deutlich unterschritten wird“, so Loos weiter.

Linke fordern neues Kreistagsvotum

„Mit Beendigung des Vergabeverfahrens wurde nun ein vorläufiger Schlussstrich unter die gran­diose Fehlentscheidung der politischen Mehrheit im Kreistag gezogen“, fällt die Kritik der Partei „Die Linke“ weitaus weniger konstruktiv aus.

„Dennoch meint die Kreisverwaltung, weiterhin das Mandat des Kreistags für die weitere Planung zu besitzen“, schreibt deren stellvertretender Fraktionsvorsitzender Joachim Blei – und stellt fest: „Hier dürfte jedoch ein grundsätzlicher Irrtum bestehen.“ Mit Beendigung des Vergabever­fahrens seien „alle Zeiger wieder auf Null gestellt“, soll heißen, zunächst sei der Kreistag nun zur wei­teren Abfolge zu befragen. Dabei bleibe dann zu hoffen, „dass die Vernunft zurückkehrt und im Sinne der Bürger nur noch so viel Geld be­willigt wird, wie nötig ist, um einen endgültigen, positiven Abschluss der nun einmal begonnenen Sache zu erreichen“, führt Blei weiter aus.

Gremien tagen wieder Mitte März

Beratung und Beschlussfassung dazu stehen sowohl auf der Tagesordnung der Sitzung des Kreis-Kulturausschusses am 11. März in Bad Fredeburg als auch des Kreistages am 13. März in Meschede.