Liberale essen Rollmops

Arnsberg..  Zum traditionellen Rollmopsessen konnten die Arnsberger Freien Demokraten die Landesschatzmeisterin der FDP, Marie-Christine Ostermann, als Gastrednerin begrüßen.

In der gut gefüllten Kulturschmiede, erstmals Ort dieser Traditionsveranstaltung, kam Ostermann beim Thema „Mehr Chancen durch mehr Marktwirtschaft“ gleich zur Sache: Die Wirtschaft werde durch den großen Fachkräftemangel in ihrer Dynamik behindert.

Statt durch die „Rente mit 63“ dem Arbeitsmarkt zusätzlich Fachkräfte zu entziehen, müsse man den Älteren lukrative Möglichkeiten bieten, weiter in individuellem Umfang tätig zu bleiben. Das Rentenmodell der FDP mit seinen flexiblen Möglichkeiten sei dafür eine beispielhafte Grundlage. Auch der von der großen Koalition eingeführte Mindestlohn mit den bürokratischen Kontrollmechanismen behindere den Arbeitsmarkt zusätzlich.

Neue Möglichkeiten ergäben sich über eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Auch hier müsse man variabler sein. Die Option „Home-Office“ müsse ebenso gefördert werden wie ganztägige Kindertageseinrichtungen und Schulen. Eine klare Absage erteilte Marie-Christine Ostermann der Frauenquote. Oft fehle es derzeit an geeigneten Bewerberinnen, die Chancen qualifizierter Männer würden behindert.

Die FDP-Politikerin sprach sich für mehr Zuwanderung, Bürokratieabbau und ein gerechteres Steuersystem aus. Die kalte Progression würde Leistungsanreizen ihre Wirkung nehmen und damit Chancen behindern.