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LEADER-Projekt nimmt Arbeit auf

13.01.2015 | 16:03 Uhr
LEADER-Projekt nimmt Arbeit auf
OrtsschildFoto: WP-BILD

Arnsberg/Sundern. Das Kernteam der interkommunalen LEADER-Bewerbung hat mit Beginn des neuen Jahres die Arbeit aufgenommen.

In dieser Woche kommt die Gruppe mit Vertretern aus Verwaltung und Bürgerschaft aus den Städten Arnsberg, Sundern, Balve und Neuenrade zusammen, um die Bewerbungsunterlagen zu konkretisieren. Bis Mitte Februar muss die Bewerbung für das europäische Förderprogramm eingereicht sein.

Anerkannte LEADER-Regionen erhalten finanzielle Mittel für die Umsetzung ihrer Ideen.

Ländliche Regionen stärken

Das LEADER-Programm hat sich zum Ziel gesetzt, ländliche Regionen in ihren Entwicklungspro­zessen hin zu einer Zukunftsfähigkeit zu stärken. Auf dem Weg dahin, der von dem externen Planungsbüro Stein+Schulz aus Frankfurt unterstützt wird, wird Bürgerbeteiligung groß geschrieben. Erste Ideen für Einzelprojekte wurden daher in öffentlichen Workshops gesammelt, die in allen beteiligten Städten stattfanden.

„Wichtig bei jedem Einzelprojekt ist die Einbindung in einer Gesamtstrategie“, sagt Klaus Fröhlich von der Stadt Arnsberg. Er organisiert lokal den LEADER-Prozess.

In die Bewerbungsunterlagen einfließen müssen auch die Beschlüsse der beteiligten Kommunen über eine gemeinsame Bewerbung sowie über den Willen, den ­finanziellen Eigenanteil zur Umsetzung der lokalen Entwicklungsstrategie sicherzustellen.

Entscheidung nicht vor Mitte 2015

Die entsprechenden Entschlüsse haben alle Räte Ende vergangenen Jahres gefasst. Der Arnsberger Eigenanteil wäre ab 2016 rund 20 000 Euro pro Jahr. In Nordrhein-Westfalen werden voraussichtlich 22 bis 24 LEADER-Regionen ausgewählt und mit dann mit bis zu 3,1 Millionen Euro gefördert. Die Entscheidung, die nicht vor Mitte 2015 erwartet wird, wird über ein Ranking durch ein fachkundiges Gremium unter Vorsitz des NRW-Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz gefasst. Ab Herbst müssen die ausgewählten Regionen dann eine lokale Arbeitsgruppe einrichten und ein Regionalmanagement installieren, ehe die tatsächliche projektbezogene Arbeit ab 2016 beginnt. „Hoffen wir, dass wir dabei sind!“, so Klaus Fröhlich.

Und wenn nicht? „Dann können Einzelprojekte weiterhin über unterschiedliche Förderzugänge eine Unterstützung erfahren“, sagt Klaus Fröhlich. Die Bezirksregierung hatte auf einer Veranstaltung im Herbst im Rahmen ihrer Strategieausrichtung „Förderung aus einer Hand“ einzelne Förderprogramme vorgestellt.

Die bisher entwickelten Ideen decken die Bereiche „Strukturen für ein gemeinsames Lernen eta­blieren“, „Anknüpfen und Neues wagen: machbare Innovation“, Verknüpfung und handlungsorientierte Evaluation. Stets müssen sie regional umgesetzt werden.

HINTERGRUND

Mit dem Programm LEADER fördert die EU regionale und lokale Projekte, damit sich ländliche Gemeinden auf wirtschaftlichem, kulturellem und sozialem Gebiet positiv weiterentwickeln.

Ein wesentlicher Grundsatz der Arbeit mit LEADER ist die ­Beteiligung aller maßgeblichen Akteure und die Verbesserung von regionalen Kooperationen.

Martin Haselhorst

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2015-01-13 16:03
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