Laurentianum Arnsberg bricht Stufenfahrt nach Borkum ab

Die Leitung des Gymnasiums Laurentianum handelt schnell und besonnen und ruft die Schüler der Jahrgangsstufe 6 von der Borkum-Fahrt zurück.
Die Leitung des Gymnasiums Laurentianum handelt schnell und besonnen und ruft die Schüler der Jahrgangsstufe 6 von der Borkum-Fahrt zurück.
Foto: WP Ted Jones
Gerade erst auf Borkum angekommen, war die Fahrt der Sechstklässler vom Gymnasium Laurentianum Arnsberg wieder vorbei. Ein Schüler hatte sich eventuell mit dem Norovirus infiziert.

Arnsberg.. Weil sich ein Schüler möglicherweise mit dem Norovirus infiziert hat, mussten Mittwoch die 92 Schüler der Jahrgangsstufe 6 des Arnsberger Gymnasiums Laurentianum vorzeitig von der traditionellen Stufenfahrt nach Borkum zurückkehren. Sie werden am Abend wieder in Arnsberg erwartet. Mittwochmittag erkrankte dann noch ein zweiter Schüler.

Gerade erst abgefahren, ist so die lang ersehnte Stufenfahrt bereits wieder beendet.

Zusammenhang mit Freizeitlager der Arnsberger Jugendwehr?

Die Erkrankungen, sagte Schulleiter Klaus Ullrich, ständen im unmittelbaren Zusammenhang mit den Vorfällen in einem Freizeitlager der Arnsberger Jugendwehr in Schmallenberg-Grafschaft. Das Kreisgesundheitsamt prüft derzeit allerdings, ob tatsächlich ein Zusammenhang besteht. Es könnte sich, heißt es aus dem Kreishaus, durchaus um einen völlig anderen Virus handeln - auch im Hinblick auf die 48-stündige Inkubationszeit des Norovirus.

Vordringliche Aufgabe sei zunächst einmal gewesen, so Ullrich, Unruhe innerhalb der großen Schülergruppe zu vermeiden. „Doch unsere Schüler wurden von den vielen mitgereisten Lehrern optimal betreut.“ Zudem habe man in Kontakt mit den Eltern gestanden. Die Entscheidung, die Fahrt abzubrechen und die Schüler schnellst möglich zurückzuholen, habe die Schulleitung nach Rücksprache mit verantwortlichen Ärzten auf der Nordsee-Insel Borkum getroffen. „Schließlich wollen wir nicht dazu beitragen, dass sich diese Krankheit dort ausbreitet.“

Teilnehmer der Fahrt vom Unterricht befreit

Dabei galt es für die Schulleitung, neben der schnellen Information der Eltern auch die plötzliche Rückfahrt zu organisieren: also für die Bereitstellung der Busse und für die entsprechenden Plätze auf der Nachmittagsfähre zu sorgen. Was relativ reibungslos funktioniert habe.

Die Teilnehmer der Fahrt sind nun bis Mittwoch vom Unterricht befreit. „Zudem haben wir den Eltern empfohlen, die Kinder über Pfingsten zu Hause zu behalten, um weitere Ansteckungen zu vermeiden.“

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