Laurentianer machen sich Luft

Arnsberg..  Der Poetry Slam der Jahrgangsstufe EF zum Ende der Kunst- und Kluturwoche in der Mensa des Gymnasiums Laurentianum kann getrost als furioser Abschluss des ausgehenden Schuljahres bezeichnet werden.

Die Moderatoren Markus Waldecker, Tom Giacosa, Eileen Weiß und Laura Anzinger führten das zahlreich erschienene Publikum durch eine unterhaltsame, aufregende und vor allem sprachgewaltige Veranstaltung.

Poetry Slam ist ein Dichterwettstreit, bei dem selbst geschriebene, literarische Texte innerhalb einer vorgegebenen Zeit den Zuschauern vorgetragen werden. Eine Publikumsjury kürt anschließend den Sieger. Dabei wird sowohl die Originalität des Textes, als auch die performative Inszenierung des Textvortrages durch den Slam-Poeten bewertet.

Ein Thema - viele Perspektiven

Elf Finalisten aus drei EF-Deutsch-Kursen, die vorab im „kursinternen Slam“ ausgewählt wurden, traten gegeneinander an und präsentierten ihr rhetorisches Talent vor der voll besetzten Mensa. Das gemeinsame Motto „Ich sehe was, was du nicht siehst ...“ interpretierten die Schüler dabei ganz unterschiedlich.

So nahmen einige Schüler das Thema zum Anlass, um dem Publikum die Augen zu öffnen und auf Vorurteile aufmerksam zu machen, den Blick auf absurde Fernsehwelten oder den Verfall der Kinderspielkultur zu lenken.

Als musikalischen Beitrag außer Konkurrenz präsentierte Fabio Desiderio darüber hinaus einen selbst verfassten Rap-Text.

Gewonnen hat den Poetry Slam schließlich Lisa Löer, die mit ihrem sehr persönlichen Text, sicherlich vielen der Zuschauern aus dem Herzen sprach. Mit einer gehörigen Portion Kritik an der oberflächlichen Medienwelt, an vermeintlichen Schönheitsidealen und der allgegenwärtigen Praxis der Selbstinszenierung im Internet, konnte sie die Jury überzeugen . Den zweiten Platz teilten sich Lisa Simon und Christian Schulz. Auch der dritte Platz war mit Anna Lena Röper und Celine Meyer doppelt besetzt.

Insgesamt war der Poetry Slam auch eine Gelegenheit für die Schüler, einmal das zu sagen, was sie schon immer einmal loswerden wollten. Diesen Sprachraum sollte es öfter geben. Da ist es gut möglich, das dieser nicht der letzte Poetry Slam gewesen ist.