Das aktuelle Wetter Arnsberg 0°C
Kultur

Kunstsommer Arnsberg verwandelt Stadt in offenes Atelier

09.08.2012 | 17:48 Uhr
Mit Workshops, Projekten und vielen Konzerten zaubert der Kunstsommer schönste Festival-Atmosphäre in die historische Stadtkulisse. Foto: Ted Jones, WP

Arnsberg.  Der Kunstsommer Arnsberg bringt Künstler und Publikum zusammen. Hier gibt es keine Kunst im Elfenbeinturm, denn Mitmachen steht bei den meisten Aktionen im Vordergrund. Die Arnsberger Innenstadt verwandelt sich vom 10. bis 19. August in ein riesiges offenes Atelier. Am Freitagabend wird der 16. Kunstsommer eröffnet.

„Wir bieten eine Mischung von Mitmachen und Zuschauen an und eine Mischung von Künstlern, die von außen kommen und der heimischen Szene“, so beschreibt Peter Kleine, Leiter des Kulturbüros der Stadt Arnsberg , das Konzept des Kunstsommers. Dass der sich von einer lokalen Sommerattraktion zur viel beachteten Kulturplattform für die ganze Region entwickeln würde, hätte vor 16 Jahren niemand vermutet.

Schönste Festival-Atmosphäre vor historische Stadtkulisse

Mit Workshops, Projekten und vielen Konzerten, Kabarett-Vorstellungen, Filmvorführungen, Theateraktionen, Gesprächen, Kunstspaziergängen für Kinder und Erwachsene zaubert der Kunstsommer schönste Festival-Atmosphäre in die historische Stadtkulisse. Am meisten los ist an den beiden Wochenenden: Samstagabend, 11. August, und am Sonntag, 12. August, ganztägig, gibt es Vorstellungen und Aufführungen auf den beiden Bühnen und in der Innenstadt.

Am 18. und 19. August stehen vor allem die Abschlusskonzerte der Musik-Workshops im Mittelpunkt, zum Beispiel der Chorwerkstatt unter der Leitung von Fabian Sennholz, dem Keyboarder von Tim Bendzko „Der einzige Kurs mit Männerquote“, schmunzelt Peter Kleine, denn die 60 Teilnehmer sind überwiegend Frauen – also wären kurzentschlossene Herren durchaus noch willkommen. In der Woche gibt es unter anderem Ausstellungsprojekte, die Bürgerbühne und Dozenten-Konzerte.

Kunstwochen
Fusion von Sommergelee und Kunstsommer  - eine gute Idee?

Viele Leute fragen sich: Warum machen die am Arnsberger Kunstsommer und am Neheimer Sommergelee beteiligten Künstler im nächsten Jahr nicht eine gemeinsame Sache daraus? Die Westfalenpost ging dieser Frage nach.

Die Workshops sind das Rückgrat des Kunstsommers. „Die Teilnehmer kommen inzwischen aus der ganzen Region, zunehmend bis ins Ruhrgebiet hinein“, bilanziert Kleine. Über die Werkstätten hinaus bietet der Kunstsommer vielfältige Möglichkeiten für das Publikum, aktiv zu werden. Zum Beispiel bei den Mitmach-Aktionen wie den „Kommunikativen Drahtbügeln“ in der Auferstehungskirche. Oder beim „Salon Juchmann“, wo Künstler Gespräche mit den Besuchern suchen. Oder beim Guerilla-Stricken , bei dem fleißige Hände mit Nadeln und Wolle den grauen öffentlichen Raum in eine bunte Lebenswelt verwandeln. Überhaupt spiegelt die Vielfalt der Kunst-Aktionen die junge zeitgenössische Szene mit ungewöhnlich originellen Ideen. „Es ist unglaublich, was Menschen sich ausdenken können. Ich lerne jedes Jahr dazu“, freut sich Kleine.

„Wunsch nach Entschleunigung“

120.000 Euro beträgt das Budget des Kunstsommers. Fast 100.000 Euro kommen dank der Unterstützung von Sponsoren und aus den Teilnehmerbeiträgen zusammen. „Das Thema Vernetzung, der Wunsch, eine Plattform zu sein, das ist das wichtigste Motiv überhaupt, einen Kunstsommer zu machen“, analysiert Kleine. „Bisher waren die Besucher sehr offen für den Spagat zwischen heimischer Kunst und Anregungen von außen.“ Warum die Begeisterung für den Kunstsommer jährlich steigt, kann Kleine auch erklären. „Das hat mit dem Wunsch nach Entschleunigung zu tun, dem Bedürfnis, über den eigenen Alltag auch mal hinauszuschauen.“

Kunstsommer Arnsberg 2012

Der Kunstsommer wird am heutigen Freitag ab 19.30 Uhr mit den Musikkabarettisten von Alpcologne an drei Orten in Arnsberg eröffnet. Information im Internet: www.kunstsommer-arnsberg.de.

Monika Willer



Kommentare
10.08.2012
12:00
Kunstsommer Arnsberg verwandelt Stadt in offenes Atelier
von dasgibsdochgarnich | #1

120.000,- €
Komisch, dafür ist Geld da. Mal ganz zu schweigen von den Personalkosten zulasten des Stadtsäckels, die noch hinzukommen.

Auch wenn ein großer Teil der Kosten aus Sponsorengeldern beglichen werden: Das Geld (auch das der Sponsoren) wäre woanders sicher besser angelegt und fehlt dort.

Ich gebe zu, dass ich mit den Dingen, die uns als "Kunst" öffentlich aufgedrängt werden (z.B. Schrottautos auf Neumarkt), nicht viel am Hut habe. Wem es gefällt, soll dafür aus eigener Tasche bezahlen.

Aus dem Ressort
„Junge Macher“ der Hüstener Kirmes
Junges Engagement
„Die Kirmes wird’s immer geben!“, sagt Max Franksmann. Junge Leute wie er stehen für die Zukunft der Hüstener Kirmesgesellschaft. Der 23-Jährige repräsentiert zusammen mit seinem Bruder Moritz (18) und Amadeus Weber (17) die vielen jungen Helfer, die Jahr für Jahr die Hüstener Kirmes und die...
Klinikum ordnet die Standorte neu
Klinikum Arnsberg
Nach langer Planung legte sich das Klinikum Arnsberg nun auf ein Konzept zur Umstrukturierung und den dazugehörigen baulichen Maßnahmen fest. „Alle drei Standorte sollen mit eigenem Profil erhalten bleiben“, erklärte Geschäftsführer Werner Kemper am Freitag. Bis Ende 2017 soll dazu ein...
LEG schließt Sanierung ihrer Immobilien ab
Wohnungsmarkt
Für die Mieter der LEG-Wohnungen in der Ringstraße und „Auf der Alm“ gibt es in diesen Tagen ein „kleines Dankeschön“: Sekt und Adventskalender als Entschädigung für die Unannehmlichkeiten während der rund viermonatigen Renovierung und Modernisierung ihrer Häuser. Doch Staub und Dreck hielten sich...
Blick in die „Krankenakte unseres Planeten“
Volksbank Dialog
Zum 22. Mal lud die Volksbank Sauerland Kunden und Mitglieder zu ihrer Dialogveranstaltung ein. Im Sauerlandtheater präsentierte die Bank den Besuchern mit terraX-Moderator und Naturschützer Dirk Steffens einen bekannten Referenten.
Jäger sehen seltenes Sikawild durch Jagdreform bedroht
Landesjagdgesetz
Die Hegegemeinschaft Arnsberger Wald kämpft für das vielen unbekannte Sikawild. Eine Reform des Landesjagdgesetzes könnte den Tieren buchstäblich ein Ende bereiten, fürchtet die Hegegemeinschaft. Größtes Sikawildvorkommen in Deutschland.
Fotos und Videos
KLAKAG Ordensfest
Bildgalerie
Karneval
Sauerlands schönste Seiten
Bildgalerie
Leserfoto-Aktion
Turnier für Tanzgarden im HSK
Bildgalerie
Tanzgarden
Downtown Groove 2014
Bildgalerie
Kneipennacht