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Kreiswehrersatzamt in Arnsberg wird zu einem Beratungsbüro

25.04.2012 | 08:00 Uhr
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Kreiswehrersatzamt in Arnsberg wird zu einem Beratungsbüro
Früher drangvolle Enge, seit Aussetzung der Wehrpflicht gähnende Leere: das Kreiswehrersatzamt in Arnsberg.

Arnsberg.  Das Kreiswehrersatzamt soll nach entsprechender Gesetzesänderung mit Wirkung vom 1. Dezember von seinen bislang zugewiesenen Aufträgen entbunden werden. Nach derzeitiger Entscheidungslage wird das Amt dann in ein Karriereberatungsbüro umgewandelt. Betriebsbedingte Kündigungen werden ausgeschlossen.

Für die noch 52 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird derzeit die Möglichkeit einer weiteren Verwendung im Bereich der Bundeswehr überprüft. Wie Dr. Bettina Warnecke als Sprecherin des zuständigen Wehrbereichskommandos III in Düsseldorf erklärte, soll vorrangig eine interne Unterbringung im Ressort sichergestellt werden.

„Für den Standort bietet sich zumindest für einige Mitarbeiter ein Einsatz im Karriereberatungsbüro an.“ Darüber hinaus würden externe Unterbringungsmöglichkeiten im Bereich anderer Bundesbehörden ermittelt. „Lebensältere“ Zivilbeschäftigte könnten Altersteilzeit beantragen bzw. die im Tarifvertrag festgelegte Härtefallregel nutzen. Betriebsbedingte Kündigungen schließt Warnecke aus.

Sorge machen Halbtagskräfte

Zu den 52 Angehörigen des Kreiswehrersatzamtes zählen neben den Beamten und Angestellten ärztliches Hilfspersonal und Halbtagskräfte. „Wir sind, was die weitere Verwendung unserer Mitarbeiter betrifft,“ sagt deren Personalvertreter Ralf Nimbs, „bislang auf einem guten Weg und haben die Hoffnung, alle adäquat unterzubringen“.

Nimbs lobte in diesem Zusammenhang die Unterstützung anderer Behörden. „Sie haben uns geholfen und bereits qualifiziertes Personal übernommen.“ Aber bei etwa 20 bis 25 der Kolleginnen und Kollegen wisse man noch nicht, wie es weitergehen wird. Das größte Problem sieht Nimbs bei den Halbtagskräften, für die eine Versetzung in örtlich weiter entfernte Behörden wenig Sinn mache. Dennoch geht er letztlich von einer vernünftigen Lösung aus. „Wir hoffen auch auf das Wort des Bürgermeisters, der uns seine Unterstützung zugesagt hat.“

Nur noch 38 Mitarbeiter

Aktuell, so der Personalvertreter, seien noch rund 38 MitarbeiterInnen vor Ort. „Die anderen sind bereits versetzt, werden aber nominell noch bei uns geführt.“ Nimbs rechnet damit, dass letztlich in dem neuen Karriereberatungsbüro neben den Wehrdienstberatern (Soldaten) nur ein Zivilbeschäftiger verbleiben wird. „Alle anderen müssen wohl aus Arnsberg weg.“

Achim Gieseke

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