„Kleines Gespenst“ spukt in Hachen

Beim Stück „Der Glöckner von Notre Dame” ist der Chor der Festspiele Balver Höhle besonders gefordert. Hier üben Chormitglieder mit Chorleiter Heinz-Dieter Baumeister (links) im Hachener Tonstudio „sp-audiolab“.Foto: Uta Baumeister
Beim Stück „Der Glöckner von Notre Dame” ist der Chor der Festspiele Balver Höhle besonders gefordert. Hier üben Chormitglieder mit Chorleiter Heinz-Dieter Baumeister (links) im Hachener Tonstudio „sp-audiolab“.Foto: Uta Baumeister
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Hachen/Balve..  Ob das „kleine Gespenst“ wohl weiß, wo Hachen liegt? Jedenfalls war die spukende Kinderbuchfigur des Autors Otfried Preußler kürzlich im Hachener Tonstudio von Markus Kaiser in aller Munde – oder besser, in ­aller Kehlen: Vier Tage lang übten die Aktiven des Chores der Festspiele Balver Höhle die Songs des „gespenstischen“ Familienmusicals ein, das ab Mai in der Kulturhöhle im Nachbarort aufgeführt wird. Natürlich waren auch die Schauspieler im „sp-audiolab“ mit von der Partie, allen voran Hauptdarstellerin Lina Schulte. Die Zwölfjährige verkörpert den freundlichen Geist, dessen Markenzeichen übrigens ein Schlüsselbund mit 13 Schlüsseln ist.

Lob für Lina und Michael

„Lina hat ein gutes Gefühl für Gesang; war völlig unbefangen”, lobt Markus Kaiser – und lobt gleich munter weiter: den musikalischen Leiter Michael Wiehagen, der die Lieder mit den Solisten nicht nur einstudiert, sondern das Kinderbuch auch als Musical vertont hat! Der aus Drensteinfurt bei ­Münster stammende Wiehagen hat alle zwölf Songs komponiert – und verrät: „Mir sind dabei manchmal nachts die Augen zugefallen. Und morgens wachte ich mit dem Kopf auf der Tastatur wieder auf...“ Premiere feiert das Musical für die ganze Familie am Samstag, 9. Mai. Wer es nicht nach Balve schafft – oder eine dauerhafte Erinnerung an einen schönen Tag im Theater haben möchte: Ab der Premiere gibt es das „kleine Gespenst“ auch als CD zu kaufen – produziert in Kooperation von Michael Wiehagen und Markus Kaiser in Hachen.

Doch damit nicht genug, inszeniert der Balver Festspielverein diese Saison parallel zwei Stücke, die vom 8. Mai bis 6. Juni in der Balver Höhle präsentiert werden.

Also mussten die Akteure auch im Tonstudio eine „Doppelschicht“ fahren; neben dem Gespenst stand noch „Der Glöckner von Notre Dame” auf dem Plan.

Die Original-Songs aus der Disney-Verfilmung von Alan Menken hat Michael Wiehagen arrangiert. Der 2014 gegründete Festspielchor mit seinem Leiter Heinz-Dieter Baumeister kommt bei dieser Aufführung besonders zur Geltung.

Es soll aber nicht der Eindruck entstehen, dass der Gesang während der Aufführungen in der Höhle vom Band abgespielt wird:

„Alle singen live, nur die Musik wird als Playback eingespielt”, betont Markus Kaiser. Die Tonstudioaufnahmen dienten nur für den „Notfall”, der in der feucht-kalten Balver Höhle stimmlich durchaus einmal eintreten könne...