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Kleiner Lebensretter hängt unter der Decke

12.07.2007 | 17:50 Uhr

Arnsberg. Glück ist käuflich. Auch am Freitag, den 13. Und vor allem dann, wenn Hausbesitzer und Mieter Rauchmelder installieren.

Am heutigen bundesweiten Rauchmeldertag rufen Feuerwehren, Schornsteinfeger und die Kampagne "Rauchmelder retten Leben" die Bevölkerung dazu auf, Rauchmelder von geprüfter Qualität zu kaufen, diese anzubringen und regelmäßig zu prüfen. Um die Aufklärung rund um die kleinen Lebensretter voran zu treiben, startete der erste bundesweite Rauchmeldertag am 13. Oktober vergangenen Jahres. Partner sind das Forum Brandrauchprävention in der vfdb (Vereinigung zur Förderung des deutschen Brandschutzes), der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) und der Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks.

Die Notwendigkeit dieser Kampagne macht eine Forsa-Umfrage deutlich: Nur 31 Prozent der Deutschen machen ihr Heim und ihr eigenes Leben mit den kleinen Rettern sicherer. Weitere 5 Prozent besitzen zwar einen Rauchmelder, haben diesen aber nicht installiert. Viele Menschen verwenden Rauchmelder mit Batterien, die jährlich ausgetauscht werden müssen, und vergessen dann den Batteriewechsel. Ein gefährliches Leben in vermeidlicher Sicherheit. Insgesamt ist die Ausstattung mit Rauchmeldern bei Singles und älteren Menschen deutlich unterrepräsentiert gegenüber Familien mit Kindern.

Auf Qualität achten Um nicht nur Freitag, den 13., zum Glückstag werden zu lassen, bedarf es wenig:

Zunächst einen, besser noch mehrere, Rauchmelder kaufen. Experten weisen darauf hin, dass die Käufer dabei unbedingt auf geprüfte Qualität achten sollten. Die Feuerwehr empfiehlt daher VdS-anerkannte Rauchmelder DIN EN 14604. Diese Produkte werden von der VdS-Schadensverhütung anhand der Vorschriften der europaweit geltenden Norm geprüft.

Viele Rauchmelder werden zwar in bester Absicht gekauft, dann aber nie angebracht. Im Keller oder auf dem Schrank haben die kleinen Lebensretter keine Wirkung. Die Aktionspartner rufen eindringlich dazu auf, die gekauften Rauchmelder auch zu installieren.

Wer in einem Haus oder einer großen Wohnung lebt, sollte beim Kauf auf Vernetzungsmöglichkeiten der batterie- oder netzbetriebenen Rauchmeldern (per Funk und/oder Kabel) achten. Durch eine Vernetzung der Geräte wird sichergestellt, dass im Brandfall sämtliche Melder Alarm schlagen und die Bewohner so rechtzeitig über die Gefahr informiert werden - wichtige Sekunden, die Leben retten können.

Signal bei leerer Batterie Etwa 30 Tage bevor die Batterie entladen ist, informiert der kleine Lebensretter mit wiederkehrenden Signaltönen die Bewohner. Die 9-Volt-Batterie in einfachen Rauchmeldern hält in der Regel ein Jahr. Eine Überprüfung der Funktionsfähigkeit nach längerer Abwesenheit mittels eines kleinen Knopfes am Rauchmelder ist sinnvoll.

Für mehr Sicherheit empfehlen die Experten Rauchmelder mit Langzeit-Batterien mit einer Lebensdauer von bis zu 10 Jahren. So werden Wartung und Wechsel der Batterien gering gehalten und leisten gleichzeitig einen Beitrag zum Umweltschutz.

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