"Kleine Welt wird etwas menschlicher"
20.05.2008 | 21:05 Uhr 2008-05-20T21:05:14+0200Hüsten. (mas) Die Integration ausländischer Mitbürger in der Stadt Arnsberg ist für Gabriele Schüttelhöfer keine Worthülse, sondern seit 30 Jahren gelebtes Leben. ...
... Aus christlicher Überzeugung widmet sie sich der Integrationsarbeit und möchte dafür eigentlich nicht persönlich geehrt werden. So nahm die bescheidene Hüstenerin gestern den Bundesverdienstorden stellvertretend für das Vorstandsteam des Internationalen Arbeitskreises an.
In einem Festakt mit etwa 70 Gästen im Hüstener Petrushaus überreichte Landrat Dr. Karl Schneider der 64-jährigen Hüstenerin die Ordensinsignien für die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.
Gabriele Schüttelhöfer leitet seit 20 Jahren den Internationalen Arbeitskreis Arnsberg, der insbesondere Sprachkurse und Hausaufgabenhilfe für Migranten anbietet. Hinzukommen Alphabetisierungskurse und die Organisation des "Dies Internationalis". Noch bevor Schüttelhöfer 1988 den Vorsitz des Vereins übernahm, betreute die Realschullehrerin bereits ab 1978 Kinder der Primarstufe bei den Hausaufgaben.
Gabriele Schüttelhöfer engagierte sich auch in der Pfarrgemeinde St. Petri. Dort gehörte sie in 70er und 80er Jahren dem Pfarrgemeinderat an, den sie zeitweise leitete. Auch war sie als Lektorin tätig und wirkte in der Gruppe "Exerzitien im Alltag" mit.
Nach dem Landrat erhielt Gabriele Schüttelhöfer viele weitere Glückwünsche. Im Namen der Stadt Arnsberg gratulierte stellv. Bürgermeisterin Rosemarie Goldner. Sie betonte, dass die Persönlichkeit Schüttelhöfer absolut mit ihrer Integrationsarbeit übereinstimme. "Gabriele Schüttelhöfer läuft ihrem Auftrag nicht hinterher, sondern sie lebt ihre Arbeit", meinte Goldner. Monika Cormann-Brenke aus dem IAK-Vorstand würdigte Schüttelhöfers Führunsgsstil, der den einzelnen Mitarbeiterinnen in den jeweiligen Aufgabenbereichen eigenverantwortliches Arbeiten ermögliche. "Nur beim Dies Internationalis will sie sich von anderen nicht reinreden lassen", schmunzelte sie. Im Namen von Petri-Pfarrer Dietmar Röttger bedankte sich Pfarrgemeinderatsvorsitzende Maria Eggenhofer für Schüttelhöfers Engagement.
Gabriele Schüttelhöfer reagierte auf die lobenden Worte bescheiden. Sie überreichte einen Blumenstrauß an die heute 97 Jahre alte Dr. Agnes Wenke, die damals den IAK gegründet hatte. Zur christlichen Motivation ihrer Arbeit sagte Gabriele Schüttelhöfer: "Ich möchte, dass unsere kleine Welt in Arnsberg etwas menschlicher wird."

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