Klaus Kayser entzündet Feuer der Nächstenliebe

V.l.: Klaus Kayser (Osterfeueranzünder 2015), Peter Hansknecht (Vorsitzender Osterfeuerausschuss) und Prof. Dr. Dr. Antonius Kettrup (Vorsitzender Arnsberger Heimatbund).
V.l.: Klaus Kayser (Osterfeueranzünder 2015), Peter Hansknecht (Vorsitzender Osterfeuerausschuss) und Prof. Dr. Dr. Antonius Kettrup (Vorsitzender Arnsberger Heimatbund).
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Klaus Kayser hat schon andere Funken überspringen lassen: Er initiierte vor Jahren die Hospizbewegung in Arnsberg und Sundern und entzündete so ein Feuer der Nächstenliebe. Nun darf er das Arnsberger Osterfeuer anzünden.

Arnsberg..  Klaus Kayser wird am kommenden Sonntag das Osterfeuer auf dem Kreuzberg anzünden. Ausschussvorsitzender Peter Hansknecht überreichte ihm am Samstagabend bei Mengen „Nocko“ die traditionelle erste Fackel.

Initiator der Hospizbewegung

Zum 43. Mal zeichnet der Arnsberger Heimatbund mit diesem Ehrenamt verdiente Bürger aus, diesmal einen Mann, der sich mit ruhigem und bescheidenen Wesen seit vielen Jahren für die sozialen Belange in der Stadt und über deren Grenzen hinaus einsetzt. Heimatbund-Vize Werner Bühner brachte es in seinem legendären „Anzündergedicht“ auf den Punkt: „Er hat ein Herz für jung und alt, sein Engagement lässt keinen kalt“.

Der diesjährige Osterfeueranzünder war von 1972 bis 1990 Leiter des Gymnasiums Laurentianum. Klaus Kayser ist in Arnsberg und Sundern der maßgebliche Initiator der Hospizbewegung. Lange vor dem Osterfeuer entzündete er in der Stadt ein Licht und Feuer der Hoffnung und Nächstenliebe.

Buch erschienen

1996 wurde unter seiner Federführung der ambulante Hospizdienst gegründet, drei Jahre später mit dem Hospiz „Raphael“ der stationäre Bereich geschaffen. Mitstreiter waren hier u.a. Schwester Borromäa und der spätere Superintendent Lothar Kuschnik. 2008 war Klaus Kayser Mitgründer der Hospizstiftung Arnsberg-Sundern, bis zum Februar 2014 bekleidete er das Amt des Vorsitzenden. Vor einigen Wochen ist sein Buch „1944 - ein Jahr für ein Leben“ erschienen, das Werk gibt es gegen eine Spende im CAB Bücherstudio oder bei Buchhandlung Houtermans; der Erlös kommt den Hospizdiensten zugute.

Zurück zum neuen Osterfeueranzünder: Anfang Februar hatte der Vorstand des Heimatbundes Klaus Kayser eingeladen „ohne dass ich eine Ahnung hatte, das ich zum Osterfeueranzünder ernannt werden sollte“. Danach habe es zwei Überlegungen gegeben, erzählte Klaus Kayser am Samstag im Gespräch. Erstens: „Arnsberg ist für meine Familie und mich Heimat geworden.

Symbolisches Kreuz

Wenn der Heimatbund mir dieses Angebot macht, gibt es nur ‚Ja’ zu sagen“. Und: „Ich möchte die Wertschätzung, die jetzt meiner Person gilt, an die Hospizstiftung und ihre Mitarbeiter weitergeben“. Das Osterfeuer sei für den fast 89-Jährigen immer schon ein tolles Erlebnis gewesen: „Als wir noch in der Altstadt wohnten, haben wir uns mit Freunden von unserem Haus am Schlossberg aus jedes Jahr den Fackelzug und das Feuer angesehen“.

Am Ostersonntag wird das Osterlicht von der Auferstehungskirche zum Aufgang des Kreuzberges getragen. Hier nehmen Feuerwehrleute die Flamme entgegen und der lange Fackelzug zieht hinauf zur Osterfeuerwiese, wo ein symbolisches Kreuz gebildet wird.

Nach dem zweiten Böller zündet Klaus Kayser dann den großen Holzstoß an, danach folgt das weithin sichtbare Höhenfeuerwerk. Der Abend auf dem Kreuzberg wird musikalisch umrahmt vom Blasorchester der Arnsberger Bürgerschützengesellschaft.

Der Heimatbund bedankt sich bei allen Spendern und besonders den Sammlern, die seit Wochen in der Stadt unterwegs sind um das nötige Geld für diese Traditionsveranstaltung aufzubringen.