Kinder bringen Farbe in die Stadt

Sommergelee: Kinderkunst auf dem Markt.
Sommergelee: Kinderkunst auf dem Markt.
Foto: Haselhorst
Was wir bereits wissen
Das Kinderbild auf dem Markt als Gemeinschaftskunstwerk von 700 kreativen Kindern war wieder einer der Höhepunkte der Neheimer Kulturveranstaltung „Sommergelee“.

Neheim..  Die Kunst kommt auf den Markt. Das 7. Sommergelee der Neheimer Künstler- und Ateliergemeinschaft „Der Bogen“ fand am Donnerstag seinen öffentlichen Höhepunkt mit dem Kinderbild auf dem Neheimer Marktplatz. Rund 700 kleine Künstler aus Grundschulen und Kindergärten verwandelten die „Platte“ mit reichlich Straßenkreide in eine bunte Kreativ-Welt.

Komplette Schülerschaft

Gleich die komplette Schülerschaft rückte von der Neheimer St. Michael-Schule an - allein das waren schon 300 Kinder. „Wir haben mit den Schülern vorher über das Thema gesprochen“, erzählt Lehrer Andreas Wiengarn, „einige Kolleginnen haben im Unterricht auch schon etwas vormalen lassen!“.

Die Kinder-Malaktion ist vom ersten Tag an ein fester Bestandteil des „Sommergelee“-Konzepts. Alle Neheimer Grundschulen und Kindergärten werden eingeladen - und viele nehmen das Angebot dankbar an. Heraus kommt eine Art kreativer Flashmob: Die Kinder kommen, fallen mit der Straßenkreide über den Markt her und verschwinden so schnell wieder wie sie erschienen sind. Hinterlassen wird ein farbiger Raum im Stadtbild.

Die Vorbereitung aber ist bedeutend intensiver: „Der Bogen“ bemüht sich um Sponsoren für die unzähligen Kreide-Päckchen und ist froh, dass die Sparkasse Arnsberg/Sundern beim „Sommergelee“ von Beginn an als verlässlicher Partner an der Seite steht. Wichtig an diesem Tag ist auch die Unterstützung durch das St. Ursula-Gymnasium, das fast 100 Schülerinnen und Schüler der aktuellen Q1-Stufe abstellte. Schon früh am Morgen trafen sich die Helfer am Markt und wurden eingewiesen. In Dreier-Gruppen kümmerten sie sich um die malwütigen Kunst-Zwerge. „Das ist witzig und macht Spaß“, erzählt die Gymnasiastin Jaqueline Blanke, „ich habe auch ein wenig mitgemalt“.

Robin und Maxim malten aber ihr eigenes Bild. „Das wird ein Dinosaurier“, erklären sie. Warum auch nicht? Thematisch will die Ateliergemeinschaft „Der Bogen“ die Kinder nicht einengen. Zwar war das Motto für das Kinderbild „Lieblingsworte. Lieblingsbilder!“, doch letztendlich malt jeder das, wonach ihm der Sinn steht.

Auch die Kindergartenkinder des Familienzentrums am Neheimer Kopf aus der „Stoppelhopser“-Gruppe der Kindertagesstätte „Zipfelmütze“ griffen zur Kreide. „Wir haben schon ein paar Mal mitgemacht!“, sagt Erzieherin Roswitha Ebert-Pawelczyk, „die Kinder malen gerne. Das ist ein tolles Angebot“.