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Kein dauerhafter Restaurationsbetrieb

24.10.2011 | 14:30 Uhr
Kein dauerhafter Restaurationsbetrieb
Sonnenaufgang auf dem Arnsberger Schlossberg.

Arnsberg.Sogar Graf Dracula schaute kürzlich auf dem Arnsberger Schlossberg vorbei. Für ein „Dracula“-Dinner bot der Knappensaal eine perfekte Kulisse.

Die Gastronomie in der Burg gilt als eine der Säulen des Arnsberger Stadt- und Tourismusmarketings.

Seit Beginn des Jahres führen der Arnsberger Fleischermeister Stephan Mevenkamp (46) und seine Frau Sabine neben ihrem eigentlichen Geschäft die Gastronomie im Knappensaal. „Es läuft gut“, sagt Sabine Mevenkamp. Seit Januar gab es im historischen Gewölbe auf dem Schlossberg bereits 30 Veranstaltungen. Krimi- und Dracula-Dinner, Rittermahl, die WP-Fußballnacht und Musik bei der Kneipennacht, aber auch viele private Feiern.

Wichtiger Baustein

Für den Verkehrsverein ist die Bewirtschaftung des Knappensaals ein wichtiger Baustein im Tourismus-Konzept. „Es gibt wohl in der ganzen Gegend nicht so eine Adresse“, sagt Karin Hahn, „das ist für Arnsberg ein Alleinstellungsmerkmal“. Eigentümer des Knappensaals ist die Stadt Arnsberg. Pächter ist der Verkehrsverein, der sich wiederum Unterpächter für die Bewirtschaftung sucht.

Gastronomie im Knappensaal gibt es seit Ende der 60er Jahre. Der einstige Stadtdirektor Dr. Hermann Herbold hatte damals die Vision, den Schlossberg wieder in altem Glanz erscheinen zu lassen. Er initiierte damals auch das Ruinenfest. Eine erste Aufbaumaßnahme war der Knappensaal. Erste Pächter waren Klammer, Klein und Kloppe. Sie boten damals bei auswärtigen Gästen beliebte „feucht-fröhliche Programme“. Die Pächter wechselten, etablierte Marken wie das 1986 eingeführte Rittermahl blieben.

Hoher Heizaufwand

Gastronomie an außergewöhnlichen Orten ist im Trend. Ein dauerhafter Restaurantbetrieb hat sich auf der Schlossruine dennoch nie etablieren können. „Man müsste dafür in den Küchenbereich sehr viel Geld investieren“, weiß Stephan Mevenkamp. Und das wäre ein großes Risiko angesichts einer am Ende doch etwas abseitigen Lage. Hoher Heizaufwand für den maximal 199 Gäste fassenden Saal und ständiges Personal würden die Betriebskosten für ein Restaurant nach oben schnellen lassen.

So bleiben auch die Mevenkamps bei ihrem Veranstaltungs-Konzept. „Da haben wir schon reichlich mit zu tun“, sagt Sabine Mevenkamp. Im Knappensaal packt die ganze Familie mit an.

Martin Haselhorst

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