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Kaum gegründet, schon eine feste Größe

19.02.2016 | 10:00 Uhr
Kaum gegründet, schon eine feste Größe
Schicke Ruhebänke - auch dafür sorgt die „Initiative Oeventrop“.Foto: Ute Vollmer

Oeventrop.   Gerade erst vor einem Jahr gegründet, ist die „Initiative Oeventrop“ schon eine feste Größe.

Nur wer rastet, der rostet. Aber in dieser Hinsicht besteht bei der „Initiative Oeventrop“ (INO) nun wirklich keine Gefahr. Denn gerade erst vor Jahresfrist - im März 2015 - gegründet, ist INO mit vielen verschiedenen Aktionen in den Ruhrdörfern allgegenwärtig. Um munter an dem Vereinsziel zu arbeiten: der Ortsverschönerung.

Kein Wunder, dass die erste Jahresbilanz des Vorsitzenden Olaf Spindeldreher positiv ausfällt: „Bei der Gründung des Vereins haben wir nicht damit gerechnet, eine solche Welle auszulösen und so viele Projekte realisieren oder starten zu können.“ Doch bevor es richtig losging, mussten die engagierten Oeventroper erst einmal die Formalien abarbeiten. Ein Konto einrichten, mit dem Finanzamt über Gemeinnützigkeit und Satzung verhandeln und ein Vereinslogo kreieren.

Nistplätze für Schwalben
Neue Nistmöglichkeiten durch Schwalbenbaum

Die RWE hat eine Spende in Höhe von 1800 Euro an die INO überwiesen. Das Geld ist für einen „Schwalbenbaum“ bestimmt.

Damit will man für diese Vögel Nistmöglichkeiten schaffen, da deren Nester vielerorts nicht mehr willkommen sind.

Für diese Aktion wurden auch weitere Institutionen um Spenden gebeten.

Standort des Schwalbenbaumes soll an der Dinscheder Brücke sein.

INO hat am Donnerstag, 25. Februar, ab 19 Uhr im Gasthaus Dicke Jahreshauptversammlung.

www.in-o.de

„INO“ ist - sozusagen in Rekordzeit - zu einer festen Größe im viertgrößten Arnsberger Stadtteil geworden. Dazu, freut sich Spindeldreher, hätten schon die ersten Aktionen der Initiative beigetragen. „Wie die ,kulinarische Wanderung’ und die großen Happenings wie Stuhlaktion, Eröffnung des Skulpturenweges und zuletzt der Weihnachtsmarkt mit einer großen Resonanz“. Auch die anderen Projekte - das Herrichten der Baumscheiben an der ehemaligen Hauptschule oder die Sternaktion - hätten einen nachhaltigen Eindruck erzielt. „Und unsere Öffentlichkeitsarbeit und die Pflege der Homepage waren da ebenfalls wichtige Bausteine.“

Aber die INO-Mitglieder sind nicht nur da, wenn das Ortsbild aufgehübscht werden muss, sondern gerade auch, wenn Not am Mann ist - wie aktuell in der nahezu ausschließlich ehrenamtlich organisierten Flüchtlingshilfe. Und ganz nebenbei hat der Verein auch seine finanztechnische Infrastruktur für die Spendenabwicklung zur Verfügung gestellt. Übrigens auch für das Osterfeuer. Deshalb ist sich Olaf Spindeldreher sicher: „Die Entscheidung und der Aufwand, einen eingeschriebenen Verein zu gründen, waren richtig und haben sich gelohnt. Denn ohne einen formellen Verein hätten wir vieles nicht umsetzen können.“ So habe man unter dem Strich letztlich einiges für Oeventrop bewegen können. Daher könne man nur sagen: „Vielen Dank an alle Beteiligten.“

INO legte auch Narzissenfelder an. Die Initiative möchte diese Felder wieder zum Leben erwecken, da die Osterglocken nicht nur schön anzusehen sind, sondern auch eine wichtige Nahrungsquelle für Hummeln, Wildbienen und Bienen sind. Foto: Privat

Und das Engagement soll weitergehen. So hat die Initiative auch für 2016 Spannendes im Köcher. Auf der To-Do-Liste stehen immerhin 20 kleine und große Projekte, „für die sich bereits neun Kümmerer gefunden haben“. Zum Beispiel sollen Blumenkästen an der Brücke installiert und weitere Kunstwerke am Skulpturenweg angebracht werden. Und es wird eine Streuobstwiese an der ehemaligen Hauptschule angelegt (wir berichteten). Der Bezirksausschuss hat dafür bereits grünes Licht gegeben. „Damit können wir jetzt loslegen.“

Im Fokus steht auch eine „Kunstmeile“. Doch was es damit auf sich hat, das will Olaf Spindeldreher erst den Mitgliedern in der Jahreshauptversammlung mitteilen, ehe der Verein an die Öffentlichkeit geht.

Die „Initiative Oeventrop“ ist übrigens kein geschlossener Zirkel, sondern nach allen Seiten hin offen und für neue Ideen stets aufgeschlossen. „So ist bei uns jede Unterstützung und jede Anregung willkommen.“ Für ein schönes und harmonisches Oeventrop.

Achim Gieseke

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2016-02-19 10:00
Arnsberg