„Jecker Schütze“ regiert Arnsberg

Alexander Pusch, „der jecke Schütze" ist neuer Karnevalsprinz in Arnsberg.
Alexander Pusch, „der jecke Schütze" ist neuer Karnevalsprinz in Arnsberg.
Foto: WP

Arnsberg..  Der närrische Countdown lief bis exakt 20.32 Uhr. Dann waren die Katze aus dem Sack und das Geheimnis gelüftet: Als jüngster Prinz in der Geschichte der Kleinen Arnsberger Karnevalsgesellschaft (KLAKAG) regiert Alexander (Pusch) als „der jecke Schütze“ für ein Jahr lang das Narrenvolk der Ruhrstadt. Ihm zur Seite steht neben den erprobten Paginnen Diana Schüler und Melanie Orth als neue Pagin Stefanie Beddermann.

Der frischgebackene Regent machte seinem Prinzennamen schon beim Einzug in die Festhalle alle Ehre. Winkend und lachend begrüßte er das Publikum, verteilte Rosen an die Damen und brachte es, als er die Bühne endlich erreicht hatte, in seiner Antrittsrede auf den Punkt: „Was gibt es Schöneres auf der Erde, als Prinz in Arnsberg zu sein“.

Prinz Alexander ist 21 Jahre jung und arbeitet als Gärtner bei einem Garten- und Landschaftsbaubetrieb in Freienohl. Er ist Mitglied der Arnsberger Bürgerschützen sowie Fahnenträger und Platzwart beim Schützenverein Schreppenberg. Seit dem vergangenen Jahr ist er stellvertretender Umzugsleiter der Kleinen Arnsberger Karnevalsgesellschaft.

Neues Kinderprinzenpaar

Sitzungspräsident Lars Meißner hatte zuvor bereits das neue Kinderprinzenpaar proklamiert. Paul (Roth), „der schießende Fußballer“ und Neele (Deimann), „die rhönradelnde Akrobatin“ stehen in dieser Session dem karnevalistischen Nachwuchs vor. Beide werden unterstützt von ihren Adjutanten Louis Lohrmann und Ian Lübben sowie der Schwester des Kinderprinzen Anna Lena Roth als Hofdame.

Sitzungspräsident Meißner führte dann gekonnt durch ein buntes karnevalistisches Programm mit Auftritten von Prinzengarde und Gänseblümchen sowie Schlosstäubchen Kimberley Brandenburg und Schlossspätzchen Sina Orth und vielen weiteren Höhepunkten.

Als „Drums for Fun“ sorgten James Couley, Niklas Meißner und Lars Himmelmann von der Musikschule des Hochsauerlandkreises für den richtigen Rhythmus, beim Sketsch der Karnevalstruppe Hl. Kreuz kam es im Schlafzimmer von Ehefrau Elfriede zu manchen Verwirrungen durch im Schrank und der Wäschetruhe versteckte Handwerker.

Zwischen den Auftritten sorgten Pastor Dirk Salzmann als Arnsberger Altstädter und die bewährten „Pauerländer“ mit zünftig-närrischer Schunkelmusik für Stimmung. Die legendären „Jackson Brothers“ vom FC Blau-Weiß Gierskämpen zeigten sich als umtriebige bunte Hühner.

„Pauerländer“ machen Stimmung

Vor dem großen Finale mit allen Beteiligten auf der Bühne begeisterte „Fräulein Annabel“ die Besucher mit bekannten Hits zum Mitsingen. Die Sängerin entledigte sich dabei mit jedem Lied einem Teil ihrer Zwiebellook-Garderobe, bis bei „Atemlos durch die Nacht“ nur noch ein glitzerndes Minikleidchen übrig blieb. Das Publikum war ganz aus dem Häuschen und es gab riesigen Beifall.

Nach dem offiziellen Teil feierten die Arnsberger Karnevalisten und deren Gäste noch bis tief in die Nacht. Denn: Die Session ist nur kurz in diesem Jahr. Bereits in vier Wochen ist beim Umzug der Höhepunkt des närrischen Treibens erreicht.

Bis dahin müssen Prinz Alexander sowie das Kinderprinzenpaar Paul Roth und Neele Deimann noch fleißig „Bonbons-Werfen“ und „Helau-Rufen“ üben, denn beim traditionellen „Lindwurm der Freude“ am Rosensonntag werden die großen und kleinen Majestäten von ihren Prunkwagen aus der Bevölkerung zujubeln.