Jahrhundert-Garantie für Kirmes

Menden..  Angesichts großer städtebaulicher Veränderungen werden Sorgen und Befürchtungen bei Schaustellern und Kirmesfans nicht gerade kleiner. Könnte die Pfingstkirmes sogar an den Stadtrand ausgelagert werden? Für Bürgermeister Volker Fleige ein Unding. „Wir werden auch in 300 Jahren noch ein Kirmes eröffnen und feiern.“ Diese Worte sagte er öffentlich am Alten Rathausplatz.

Lust auf Überraschungen

Fleiges Blick gegenüber der WP in die deutlich jüngere Zukunft: „In den folgenden Jahren wünsche ich mehr Abwechslung; die Kirmes soll insgesamt mehr Überraschungsmomente bieten.“

Die Pfingstkirmes 2015 musste nach der Freilegung des Glockenteichbaches erstmals ohne den Bereich an der Bahnhofstraße auskommen. Somit ergaben sich vor allem Veränderungen für die Hauptstraße mit nunmehr deutlich mehr Anbietern und geänderter Bebauung.

Gesetzt sind ohnehin die wenigen Innenstadt-Standorte für die Großfahrgeschäfte mit neuem Rathausplatz – die Statik lässt nur begrenzt Varianten zu –. Kaiserstraße/Papenhausenstraße und Lenzen-Platz. Von Fleige gewünschte Änderungen werden sich demnach eher nach und nach abzeichnen.

Besucher und Schausteller erlebten wechselhafte Tage. Gleich am Abend des Eröffnungstages setzte Regen ein, was auch zu deutlich niedrigeren Temperaturen und Besucherschwund führte. Der Sonntag als üblicherweise bester Kirmestag sorgte für den größten Ansturm. Gestern hingegen wurden beim Regenstart weitere Positiv-Umsatz-Prognosen sogleich nach unten korrigiert.

Schausteller-Sprecher Konstantin Müller zeigte sich somit gegenüber der WP alles andere als euphorisch. „Es waren zwischenzeitlich wie am Sonntag sehr viele Besucher da, aber in guten Umsätzen hat sich das nicht unbedingt niedergeschlagen.

Durchweg positiv fiel die Zwischenbilanz bei der Stadtverwaltung. Auch die Rettungskräfte des Roten Kreuzes – „Vier Kinder sind von Eltern verloren gemeldet worden.“ -- hatten nur wenige Kirmes-Sondereinsätze. Polizei und Feuerwehr sprachen von einer eher ruhigen Kirmes.